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Gunzenhausener Konzept wird nicht übernommen

Der Weißenburger Kirchweihausschuss hat die Idee einer Alternative in der Stadt verworfen. - 10.07.2020 11:09 Uhr

Keine Fahrgeschäfte in der Innenstadt: Eine Ersatzkirchweih nach dem Vorbild Gunzenhausens plant der Weißenburger Kirchweihausschuss nicht.

© Robert Renner


"Wir haben auf der Weißenburger Kirchweih jährlich an die 100 000 Besucher, also etwa 10 000 Besucher am Tag", rechnet Hetzner vor. "Selbst wenn nur ein Viertel davon käme, wären noch immer etwa zweieinhalbtausend Menschen in der Stadt unterwegs. Wie soll man da noch Abstand aufrechthalten können?" Er glaubt, dass die Beliebtheit der Weißenburger Kärwa zahlreiche Fans anziehen würde und man die Menschenansammmlungen nicht mehr handeln könnte.

Man trage eine enorme Verantwortung, betont Hetzner. Immer wieder käme es zu neuen Infektions-Hotspots, die dann etwa die erneute Schließung von Schulen und Kindergärten zur Folge haben. Natürlich habe man das Thema umfassend diskutiert und auch an die schwierige Lage der Schausteller gedacht. "Es tut uns allen im Herzen weh, dass es heuer keine Kirchweih gibt", bedauert der Ausschussvorsitzende. "Aber so wichtig die Kirchweih für uns auch ist – das können wir nicht riskieren." Die Planungen der Gunzenhausener findet Hetzner "mutig" und hofft, dass es funktioniert.

Für Weißenburg arbeitet der Kirchweihausschuss gemeinsam mit weiteren Akteuren unterdessen an einer anderen Idee, die aber noch nicht spruchreif ist. Sobald die Planungen konkret sind, wird auch die Öffentlichkeit miteinbezogen, verspricht Hetzner. Ganz ohne Kärwa geht es dann halt doch nicht.

MIRIAM ZÖLLICH

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