Hoffnung für das Dornröschenschloss? Syburg-Verkauf steht bevor

4.1.2020, 15:06 Uhr
Hinter Wasser, Wald und Wiesen: Das Schloss Syburg auf dem Weißenburger Jura.
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Das Schloss schläft einen Dornröschenschlaf. Seit rund einem halben Jahrhundert gab es kaum Maßnahmen zur Instandhaltung.
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Derweil wird die Bausubstanz schlechter.
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Und zwar mit jedem Regenguss, den Herbst und Winter in das Gebäude treiben.
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Viele Dachflächen sind undicht.
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Im Umgriff des Schlosses verwildert derweil der Schlosspark mit Orangerie.
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Noch in den frühen 1970er-Jahren war das Schloss dagegen ein Kleinod.
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Ältere Bürger auf dem Weißenburger Jura erinnern sich noch an die Feste, die dort gegeben wurden.
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Eine gepflegte Baumlandschaft umgab das Wasserschloss.
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Heute wuchern die Erlen alles zu.
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Landschaftlich ist das immer noch höchst reizvoll. Hier spiegelt sich der alte Torturm auf dem See vor dem Schloss.
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Schloss Syburg wird immer mehr zum Märchenschloss. Das mag romantisch sein, nur schadet es auch der Bausubstanz erheblich.
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Jetzt aber tut sich vieles. Das Weißenburger Landratsamt hat Druck auf die Erbengemeinschaft gemacht, die Gebäude zumindest notdürftig zu sichern. Die Orangerie hat nun ein Notdach bekommen.
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Lange Jahrzehnte war das Syburger Schloss eine Art Sperrgebiet. Nun aber bemüht sich zumindest ein teil der Erbengemeinschaft um eine neue Offenheit, sucht den Kontakt zu Behörden und müht sich um einen geregelten Übergang.
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Auch das Dach des Torturms ist für den Winter mit einer provisorischen Dachabdeckung versehen worden.
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Nach dem Tod des früheren Schlossbesitzers, wandten sich die Söhne mit Verkaufsplänen an die Öffentlichkeit. Allerdings konnte man sich dann intern nicht einigen. Nun wird das Erbe mit einer Versteigerung vor dem Amtsgericht verwertet werden.
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Derweil geht es weiter bergab mit dem Schloss. Das Bayerische Landesamt für Denkmal spricht von „zunehmender Verwahrlosung“
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Ein Gutachten hat der Schlossanlage zuletzt einen Wert von gerade noch 110 000 Euro bescheinigt.
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Allerdings ist das Interesse an Denkmalimmobilien derzeit wieder sehr hoch. Erst recht, wenn es um Objekte geht, die eine so lange Geschichte haben und so landschaftlich reizvoll gelegen sind.
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Der Sanierungsbedarf dürfte in die Millionen gehen.
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Im kommenden Jahr sollte das verwunschene Schloss aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden.
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Nur der Verkauf dürfte die langfristige Rettung für Schloss Syburg bedeuten, das im Kern auf eine Wasserburg aus dem 11. Jahrhundert zurückgeht und die Geschicke des Weißenburger Jura über fast ein Jahrtausend geprägt hat.
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Umgestürzte Bäume liegen inzwischen auf den Außenmauern des Anwesens und zum Teil auch auf Dachflächen der Wirtschaftsgebäude.
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Schäden werden seit Jahrzehnte nicht repariert.
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Das Wappen der Schenken von Geyern ziert das Innere des Schlosses. Ein halbes Jahrtausend lang hatten die Schenken das Sagen auf Syburg. Erst 1970 verkaufte die Familie das Schloss an Erst August Prinz zu Lippe.
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Wie lange die Schlosserben noch an dem Schloss festhalten, und das Weißenburger Landratsamt sie weiter das Denkmal verwahrlosen lässt, ist die Frage, die sich alle stellen.
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