Unwetter wütete im südlichen Landkreis

In Langenaltheim hat der Sturm Dächer abgedeckt

Jan Stephan
Jan Stephan

Weißenburger Tagblatt

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26.7.2022, 16:16 Uhr
Das Unwetter am Montagabend war vor allem im südlichen Landkreis mit ordentlicher Wucht unterwegs. Wie hier auf dem Altmühltalradweg bei Solnhofen wurden mehrfach Bäume umgeknickt oder entwurzelt. In Langenaltheim wurden zudem mehrere Hausdächer großflächig abgedeckt.
 

© Jan Stephan, WT Das Unwetter am Montagabend war vor allem im südlichen Landkreis mit ordentlicher Wucht unterwegs. Wie hier auf dem Altmühltalradweg bei Solnhofen wurden mehrfach Bäume umgeknickt oder entwurzelt. In Langenaltheim wurden zudem mehrere Hausdächer großflächig abgedeckt.  

Kurz nach 18 Uhr habe auf einmal Starkregen mit 20 bis 30 Liter auf den Quadratmeter eingesetzt, schildert Alfred Maderer, der Langenaltheimer Bürgermeister. Später wurde aus dem Regen auch Hagel. Dann fegten immer wieder starke Böen durch den Ort und sorgten für massive Schäden. Am Dienstagmorgen berichtete Maderer von vier bis fünf Häusern, deren Dächer großflächiger abgedeckt worden und zudem etlichen weiteren Häusern, an denen Ziegel abgegangen seien.

"Wir haben mindestens auch zehn Autos, die von herabfallenden Ziegeln beschädigt worden sind. Eines ist sogar von einem ganzen Dachteil getroffen worden, wie die Treuchtlinger Polizei berichtet. "Wir haben dazu auch etliche Bäume, die auch im Ort umgestürzt sind", fasste er zusammen. Der Friedhof war am Dienstag etwa wegen eines umgestürzten Baumes gesperrt.

Man werde nun auch im Nachgang einige sehr schöne alte Bäume kräftig zurückschneiden müssen, so der Langenaltheimer Bürgermeister. "Alles Scheiße", zog er ein knappes Fazit. Die 20 Minuten Sturm reichten, um eine Menge Chaos im Ort zu hinterlassen. Offenbar war es im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen aber relativ begrenzt.

"In Rehlingen war gar nichts, da hat es nicht mal geregnet", erzählt Maderer von dem nur wenige Kilometer entfernten Langenaltheimer Ortsteil. In Pappenheim und Solnhofen dagegen mussten die Feuerwehren sehr wohl ausrücken, um vor allem umgestürzte Bäume zu beseitigen, die immer wieder etwa auch auf dem Altmühltalradweg lagen. Größere Schäden wurden bislang aber nicht gemeldet.

Auch die Integrierte Leitstelle in Schwabach hatte ihre Schicht mit Blick auf das Gewitter schon verstärkt, konnte nach einer Stunde allerdings Entwarnung geben. "Es gab nur wenige Einsätze", stellte Marco Henkel, der Referatsleiter der ILS fest. Viele davon waren allerdings in Langenaltheim.

Ein paar Kilometer süd- und ostwärts wütete das Gewitter aber ebenfalls nicht unerheblich. Der Donaukurier berichtet von etlichen umgestürzten Bäumen und gesperrten Straßen im Gailachtal, das nur wenige Kilometer südlich von Langenaltheim liegt. In Mörnsheim standen derweil zwischenzeitlich die Straßen im Ort unter Wasser und es liefen auch einige Keller voll.

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