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Montag, 21.10.2019

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Kehler Bürger protestieren gegen geplanten Ausbau

Bewohner "Am Rieb" fürchten, dass ihre Straße eine Rennstrecke werden könnte - 05.05.2019 16:38 Uhr

Bürger in Kehl protestieren gegen den Ausbau der Straße Am Rieb. © Markus Steiner


Dabei wusste selbst FW-Stadtrat Heinz Gruber bis vor Kurzem überhaupt nichts von den Plänen des städtischen Tiefbauamts. Nur weil ein Vertreter bereits mit Kehler Grundstückseigentümern Gespräche führte, wurden die Pläne offenkundig. Dabei wohnt Gruber seit vielen Jahren selbst "Am Rieb".

Im Stadtrat war der Ausbau bislang noch kein Thema, das Tiefbau-Referat lotet derzeit erst aus, ob und welche Alternativen es gibt. Dass der Stadtrat eine Entscheidung komplett gegen den Willen der Anwohner trifft, hält Gruber für unwahrscheinlich: "Das hat der Stadtrat noch nie gemacht, so lange ich in dem Gremium bin." Und so war es bislang vor allem die Aufgabe des Kehler Stadtrats, seine Nachbarn zu beruhigen und in aller Ruhe gemeinsam nach Alternativen zu suchen. Gruber zufolge wäre es denkbar, dass die Straße "Am Rieb", wenn man von Weißenburg kommt, in der ersten Spitzkehre geradeaus weitergeführt und somit begradigt wird. Vom rechter Hand liegenden Steilhang, der schon einmal mit Beton provisorisch gesichert werden müsste, wäre man dann weiter weg.

Angst vor viel Verkehr

Die Kehler Bürger wollen Gruber zufolge von den Plänen nichts wissen. Alle neun Mitglieder, die einen Arbeitskreis gegen den Ausbau gegründet haben, seien laut dem Freien Wähler gegen den Ausbau. "Sie haben die Sorge, dass hier Tatsachen geschaffen werden", verdeutlicht Gruber. Dabei würden die Menschen, die am Steilhang wohnen, an ihrer Landschaft und an dem idyllischen Sträßchen hängen.

Gruber glaubt, dass es "einfachere Lösungen" als eine Begradigung gebe, die zudem noch sehr teuer werden dürfte. Die angedachte Begradigung hat nach Meinung der Kehler Bürger mit ziemlicher Sicherheit den Nachteil, dass dann ein neuer "Jura-Highway" entstehen könnte, der geradezu zum Rasen verleitet und so auch zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen könnte.

Bei der Versammlung der letzten Dorferneuerung soll Gruber zufolge das Thema ziemlich hochgekocht sein. "Die Stimmung im Wirtshaus war impulsiv."

Markus Steiner

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