Kirchweihbier-Voting mit überraschendem Ergebnis

1.3.2019, 06:00 Uhr
Überragende Beteiligung und durchaus überraschendes Ergebnis: Die große Mehrheit der Abstimmenden sprach sich für eine Einbeziehung der lokalen Nachbar- Brauereien Wettelsheimer und Fürst Carl Ellingen beim Ausschank auf der Weißenburger Kirchweih aus.

© Montage: Sven Katheder Überragende Beteiligung und durchaus überraschendes Ergebnis: Die große Mehrheit der Abstimmenden sprach sich für eine Einbeziehung der lokalen Nachbar- Brauereien Wettelsheimer und Fürst Carl Ellingen beim Ausschank auf der Weißenburger Kirchweih aus.

Die Umfrage ist nicht repräsentativ, aber da Mehrfachabstimmungen über die Ermittlung der IP-Adresse ausgeschlossen sind, haben die Ergebnisse doch eine gewisse Aussagekraft. So scheint die Mehrheit der Weißenburger Kirchweihgänger eher nicht für ein Schneider-Solo auf der Weißenburger Kirchweih zu sein. Zumindest stimmten für die letzte verbliebene Weißenburger Brauerei nur 424 Menschen ab. Der Klick für Schneider war als Votum dafür ausgeschrieben gewesen, dass es 2019 nur Schneider-Bier im Festzelt gibt.

Dagegen lieferten sich Wettelsheimer Bier und das Ellinger Fürst Carl an der Spitze der Publikumsgunst lan­ge ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das am Ende die Ellinger mit 3355 Stimmen zu 3128 für Wettelsheim knapp für sich entscheiden konnten. Auf den Plätzen folgten Felsenbräu aus Thalmannsfeld (673 Stimmen), Ritter Bier aus Nennslingen (469 Stimmen) und Wurm Bier aus Bieswang (160 Stimmen).

Die Umfrage war vergangene Woche gestartet worden und schnell auf große Resonanz getroffen. Mit den Brauereien aus Wettelsheim und Ellingen sicherten sich die beiden Häuser einen Spitzenplatz, die auch am nächsten an Weißenburg liegen. Allerdings ist die Frage, ob es – wenn der Kirchweih­ausschuss sich gegen ein Schneider-Solo entscheiden sollte – eine Entscheidung für eine bestimmte lokale Brauerei gibt. Aus Kreisen der Brauereien hatte man auch Sympathien für ein Rotationssystem vernommen, das neben dem gesetzten Schneider-Bier in jedem Jahr eine andere Brauerei hinzuholt.

Der Kirchweihausschuss hat heute Abend in jedem Fall im wahrsten Sinne des Wortes die Qual der Wahl. Inzwischen hat sich auch Hofmühl noch mal zu Wort gemeldet und festgestellt, dass man sehr gerne weiterhin die Kirchweih mit Sigwart-Bier beliefern würde. Nur würde das dann eben nicht mehr in Weißenburg, sondern in Eichstätt gebraut. Hofmühl hatte Sigwart Mitte Februar übernommen und damit erst für das Weißenburger Bier-Beben gesorgt. Denn mit der Verlegung des Braubetriebs nach Eichstätt war klar, dass bei der Kirchweih 2019 eine lieb gewonnene Tradition endet. Entweder gibt es keine Biere verschiedener Brauereien mehr auf der Weißenburger Kirchweih oder es gibt nicht mehr ausschließlich Weißenburger Bier. 

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