Sonntag, 11.04.2021

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Klage über mangelnden Räumdienst

Vereister Zugang zum Weißenburger Bahnhof - 23.03.2018 06:00 Uhr

„Wirklich eine Zumutung“: Der westliche Zugangsbereich zur Bahnhofsunterführung in Weißenburg war längere Zeit vereist. Die Passage war außerdem bei der Diskussion um die Barrierefreiheit in der Diskussion.

22.03.2018 © Robert Renner


Er hatte sein Auto am Parkplatz an der Kohlstraße abgestellt. Die Verhältnisse dort seien „wirklich eine Zumutung“ gewesen, vor allem an der Fußgängerunterführung. Alte Menschen hätten die vereiste Treppe fast nicht passieren können und sich am Geländer entlang nach unten oder oben hangeln müssen. Aber auch für Mütter mit Kinderwägen gab es kaum ein Durchkommen, und wenn dann nur unter mithilfe anderer Menschen.

Seine Fraktionskollegin Sabine Käsberger ergänzte, dass die Treppe zur Unterführung auch am Dienstag noch vereist war. Drotziger wollte schließlich wissen, bei wem die Räum- und Streupflicht am Bahnhof liegt. Oberbürgermeister Jürgen Schröppel hatte die Regelung nicht exakt parat, vermutete aber, dass die Räumpflicht auf den Treppen zur Unterführung die Bahn hat. Er will die Sache abklären und dann den Stadtrat informieren.

Der Bahnhof war zuvor schon Thema der Stadtratssitzung als es um die Barrierefreiheit dort ging. Wie berichtet hatte die CSU-Fraktion einen Antrag dazu gestellt. In der Folge hatte der vorberatende Bauausschuss beschlossen, dass sich die Stadtverwaltung erneut mit den zuständigen Stellen der Deutschen Bahn in Verbindung setzen soll (wir berichteten). Außerdem soll als kurzfristig machbare Maßnahme der Einbau von zwei Treppenliften an der Unterführung zu den Bahnsteigen geprüft werden.

Mit diesem Beschluss hatte der Ausschuss allerdings nicht über den CSU-Antrag abgestimmt. Damit habe seine Fraktion ja gar kein Problem, erklärte Drotziger. Er bat aber darum, bei der Abstimmung im Stadtrat einen Punkt aus dem CSU-Papier wörtlich aufzunehmen. Das wurde denn auch so gehandhabt, und so entschied der Stadtrat einstimmig, dass sich die Stadt mit den zuständigen Stellen der Bahn in Verbindung setzt, um „die Herstellung der Barrierefreiheit am Weißenburger Bahnhof zu erreichen.“

Für die Prüfung des Einbaus zweier Treppenlifte votierte der gesamte Stadtrat mir Ausnahme von Wolfgang Hauber und Heinz Gruber (beide Freie Wähler). Und mit 14 zu neun Stimmen wurde der CSU-Vorschlag angenommen, dass die Stadt, sollte die Bahn nicht zu Umbaumaßnahmen bereit sein, in einem ersten Schritt die Treppen der Bahnsteigunterführung mit Rampen versieht – „analog zum Pleinfelder Bahnhof, wo dies ohne großen Kostenaufwand geschehen ist, damit zumindest Personen mit Fahrrädern und Rollkoffern einen leichteren Zugang zu den Gleisen 3 und 4 haben“.

Ansonsten gab es im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung keine großen Diskussionen. Kurz ging OB Schröppel nochmals auf das Stadtschreiberprojekt und die Umsetzung des Stücks „Der Lebkuchenmann“ von Franzobel im Bergwaldtheater in der Jubiläumssaison 2019 ein. Neben der Hirschmann Stiftung habe mittlerweile auch die Sparkassen-Kulturstiftung „einen namhaften Betrag“ zugesichert. Der OB: An den Finanzen sollte es also nicht scheitern.“

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Einstimmig segnete der Stadtrat außerdem das mit 320000 Euro ausgestattete Deckenerneuerungsprogramm für Straßen im Stadtgebiet ab. Wie berichtet werden Maßnahmen An der Schafscheuer, in der Wiesen- und in der Schlesischen Straße sowie am Weimersheimer Ring durchgeführt. Ebenfalls einstimmig bestätigte der Stadtrat Ulrich Heiß als städtischen Vertreter im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft für die Dorferneuerung in Oberhochstatt, Niederhofen, Kehl und Gänswirtshaus sowie die öffentliche Widmung der Straße Am Alten Sportplatz.

Robert Renner

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