Lebensgefahr: Warum Winterwanderer die Wälder meiden sollten

9.2.2021, 15:38 Uhr
Beim Aufarbeiten des Schneebruchs sollten Waldbesitzer äußerst vorsichtig vorgehen und nötigenfalls professionelle Forstunternehmer hinzuziehen. Denn die schneebeladenen Bäume stehen unter enormem Druck und können jederzeit brechen.

Beim Aufarbeiten des Schneebruchs sollten Waldbesitzer äußerst vorsichtig vorgehen und nötigenfalls professionelle Forstunternehmer hinzuziehen. Denn die schneebeladenen Bäume stehen unter enormem Druck und können jederzeit brechen. © FBG Franken Süd

Es herrsche „akute Gefahr von herabfallenden Ästen“, rät das Treuchtlinger Rathaus in einer Pressemitteilung zu Vorsicht. Die Bürger seien angehalten, sich nicht unter schneebeladenen Bäumen aufzuhalten oder dort zu parken. Dies gelte vor allem für den Stadtpark und die Parkplätze am Bahnhof. Der Bauhof sperre derzeit die betroffenen Plätze.

Vorsicht beim Spazierengehen: Schneebruch am Treuchtlinger Perlachberg.

Vorsicht beim Spazierengehen: Schneebruch am Treuchtlinger Perlachberg. © Patrick Shaw

Noch größer ist die Gefahr in den Wäldern. „Der schwere, nasse Schnee klebt an den Kronen der Bäume und bringt sie zum Abbrechen“, schreibt die FBG. Die Schäden hielten sich zwar noch in Grenzen, besonders in höheren Lagen wie etwa auf dem Jura und dem Hahnenkamm sei die Lage aber angespannt.


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Eindringlich warnt die FBG vor dem Betreten der verschneiten Wälder: „Es besteht Lebensgefahr, und die Situation in den nächsten Tagen könnte sich weiter verschärfen.“ Waldbesitzer sollten mit dem Aufarbeiten geschädigter Bestände unbedingt warten, bis sich die Lage entspannt.

Wegen der Schneelast seien Schutzausrüstung, richtige Schnitttechnik und Seilwinden zur Absicherung unentbehrlich – gegebenenfalls auch Forstmaschinen, so die FBG. Es bestehe keine Eile, der Holzmarkt sei noch aufnahmefähig und die Preise stabil. Anfallende Schadholzmengen sollten der FBG unter Telefon 09142/204670 oder per E-Mail an email@fbg-frankensued.de vorab gemeldet werden.