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Montag, 27.05.2019

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Markante Baustelle an der Weißenburger Stadtmauer

Es werden Glasfaserleitungen verlegt, um die Schulen schnell ins Internet zu bringen. - 12.05.2019 15:44 Uhr

Markante Baustelle: Entlang der Stadtmauer im Schießgraben wird derzeit ordentlich viel Erde bewegt. Der Grund sind neue Glasfaser- und Stromleitungen, die verlegt werden. © Foto: Maria Segat


Grund hierfür sind neue Strom- und vor allem Glasfaserkabel, die verlegt werden. Das erklärt André Goldfuß-Wolf, technischer Geschäftsführer der Weißenburger Stadtwerke. Die Baumaßnahme sei eine Kooperation von Stadtwerken, Stadt und Landkreis. Dank solcher Kooperationen könnten die Baustellen effizienter genutzt werden, erklärt Goldfuß-Wolf.

Eines der maßgeblichen Ziele der Maßnahme ist es, die Schulen in Weißenburg allesamt ans Glasfasernetz anzuschließen. Bislang besitzt jede Schule mehrere eigene Internetanschlüsse, künftig sollen jedoch zwei zentrale hochbreitbandige Internetzugänge für alle Schulen geschaffen werden.

Dazu komplettiert der Landkreis in Zusammenarbeit mit der Stadt und den Stadtwerken Weißenburg einen bereits zu Teilen realisierten Glasfaserring. Finanziell gestützt wird das Projekt mithilfe einer Förderung von Glasfaseranschlüssen für öffentliche Schulen. Hierbei erhält der Landkreis als Sachaufwandsträger einen Fördersatz von 90 Prozent. Und wenn eben schon aufgebuddelt wird, legen auch die Stadtwerke gleich noch ein paar Kabel mit in den Boden.

Das Graben geht leichter

Dass ausgerechnet der Schießgraben Ort der Bauarbeiten ist, ist natürlich bewusst gewählt: "Wir haben hier keine befestigte Oberfläche", erklärt Goldfuß-Wolf. Die Wiese lässt sich leichter aufgraben als eine asphaltierte Straße – und ebenso leichter wiederherstellen.

Von hier aus werden Hunderte Meter neue Leitungen in beide Richtungen verlegt. Die eine Richtung ist der Seeweiher. Hier werde fast bis zum Neubau der Mittelschule gegraben, erklärt der Stadtwerke-Geschäftsführer.

Die andere Richtung vom Schießgraben aus geht auf den Bahnhof zu. Hier werden die Arbeiten mit einer sogenannten Spülbohrung durchgeführt. "Das ist im Grunde eine überdimensionale Bohrmaschine", erklärt Goldfuß-Wolf das Verfahren plastisch. Durch das Loch, das sie horizontal in den Boden bohrt, werde ein Leerrohr verlegt, in dem dann wiederum die Leitungen Platz finden.

So können die Arbeiten "grabungsfrei", also unterirdisch stattfinden, ohne dass der Verkehr beeinträchtigt wird. Autofahrer müssen wegen der Baumaßnahmen also nicht mit Einschränkungen rechnen. Lediglich vor dem Bahnhof, auf der kleinen Wiese gegenüber der Bismarckanlage, werde es in diesem Zusammenhang noch weitere Grabungen geben.

Mit archäologischen Funden sei bei den Bauarbeiten nicht zu rechnen, sagt André Goldfuß-Wolf. Da die Kabel nur etwa 70 bis 90 Zentimeter tief im Boden verlegt werden, erreiche man hier nicht die notwendige Tiefe, um auf Fundstücke zu stoßen.

Die Arbeiten werden noch ein paar Wochen in Anspruch nehmen und sollen voraussichtlich im Juni abgeschlossen sein, kündigt der Geschäftsführer der Stadtwerke an. Der Spielplatz am Schießgraben, der erst im vergangenen Monat eine neue, äußerst beliebte Seilbahn bekommen hat, könne aber voraussichtlich in etwa 14 Tagen wieder genutzt werden, so Goldfuß-Wolf. MARIA SEGAT 

MARIA SEGAT

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