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Mehr Tourismus in Burgsalach

Volker Satzinger schickt sich an Friedrich Amlers Nachfolger zu werden - 20.02.2020 06:01 Uhr

Der Bürgermeister-Kandidat Volker Satzinger will den Römer-Erlebnisweg bekannter machen – wie auch die weiteren Sehenswürdigkeiten bei Burgsalach und auf dem Jura. © Foto: Robert Renner


Alles positive Vorzeichen, dass der "Solier" Rathaus-Chef mehr als sechs Jahre im Amt zu bleiben gedenkt und damit weiter auf Kontinuität gesetzt wird.

Aus der FFW Burgsalach heraus stieg Satzinger zum Kreisbrandmeister auf und wurde 2017 zu einem der beiden Kreisbrandinspektoren ernannt. Für den Werkstattleiter eines Weißenburger Busunternehmens geht es nicht darum, ob er gewählt wird, sondern allein darum, wie viele der 970 Wahlberechtigten aus dem Hauptort Burgsalach und den beiden Ortsteilen Indernbuch und Pfraunfeld ihm die Stimme geben.

Bei den Nominierungen in Burgsalach und Indernbuch war er der einzige Bewerber zur Bürgermeisterwahl am 15. März, einzig in Pfraunfeld gab es eine Gegenkandidatin. Franziska Pickl unterlag aber bei der Abstimmung mit 15:36 Stimmen. Sie hatte vor allem den Bürgerprotest gegen den geplanten Anschluss Pfraunfelds an die im Bau befindliche Zentralkläranlage im Anlautertal angeführt, letztlich aber für die Kandidatenkür wohl nicht genügend Unterstützer aufbieten können.

Volker Satzinger ist einziger Bürgermeister-Kandidat in Burgsalach. © Foto: CSU Weißenburg-Gunzenhausen


So bleibt es in Burgsalach beim sicheren Durchmarsch für Volker Satzinger – und damit auch bei einer gewissen Kontinuität in der kommunalpolitischen Ausrichtung. Viele Projekte hat er in den vergangenen Jahren mit unterstützt mit seiner Stimme im Gemeinderat, große Projekte sind angesichts der überschaubaren Einnahmensituation der Kommune allerdings nicht drin, wie er betont.

Aktiv werden will er aber auf jeden Fall im Bereich Tourismus. Hier habe der Landkreis und die Gemeinde ein den vergangenen Jahren viel investiert und einen Erlebnisweg zu den römischen Sehenswürdigkeiten geschaffen. Doch der ist aus seiner Sicht "viel zu wenig bekannt". Hier sei es kontraproduktiv gewesen, dass sich die Gemeinde aus dem lokalen Tourismusverein und auch vom Seenland verabschiedet hat, ist er überzeugt. Viele Attraktionen seien einfach zu wenig beworben. Das möchte er in Zukunft ändern, Burgsalach wie der gesamte Jura müsse wieder mehr auf sich aufmerksam machen.

Einig ist er sich mit dem Nennslinger Bürgermeister-Kandidaten Bernd Drescher, dass die vier Jura-Gemeinden wieder enger zusammenarbeiten müssten – sie hängen schließlich in der Verwaltungsgemeinschaft, im Schul-, im neuen Abwasser- und dem Trinkwasserzweckverband zusammen. Der Jura müsse im Landkreis wie auch überregional wieder besser wahrgenommen werden.

Innerhalb der Gemeinde will Satzinger vor allem auch die Kommunikation zwischen dem Gemeinderat und den gut 1200 Bürgerinnen und Bürgern in den drei Ortsteilen verbessern – mit regelmäßigen Bürgerversammlungen und eventuell auch einer festen Bürgersprechstunde. Sein Credo: "Wir müssen mehr miteinander als übereinander reden."

Mit dem neuen Gemeinderat will er auch über die Nutzung des einstigen Raiffeisenbank-Gebäudes an der Hauptstraße nachdenken – dieses hat die Gemeinde angekauft. Investieren wird die Gemeinde in eine Kinderkrippe. Deshalb benötigt der Jugendtreff, der im Obergeschoss des Kindergartens untergebracht ist, eine neue Bleibe.

"Wichtig ist für die Zukunft auch, dass wir das, was geschaffen wurde, erhalten", sagt Satzinger mit Blick auf die Mehrzweckhalle, die mittlerweile 30 Jahre alt ist. Die Kegelbahn im Untergeschoss möchte er auch wieder vitalisieren und nicht nur Einheimischen zugänglich machen. "Wir sind in der glücklichen Lage, dass in der Vergangenheit viel geschaffen wurde." Neue Bauplätze sind für ihn zwar nötig, aber auch die Nachverdichtung in den Dorfkernen und die Nutzung leer stehender Anwesen will er seitens der Gemeinde nicht aus den Augen verlieren.

Im Burgsalacher Gemeinderat könnte Satzinger wieder etliche Weggefährten der vergangenen Wahlperioden am Gemeinderatstisch sitzen haben – vorausgesetzt die Wähler wollen dies. Von den 13 Mitgliedern im Rat (einschließlich des Bürgermeisters) kandidieren am 15. März nur der amtierende Bürgermeister Friedrich Amler (Indernbuch) und Norbert Albrecht (Pfraunfeld) nicht mehr.

Mit Matthias Schwarz, Dominik Neumüller, Wilhelm Hahn, Jürgen Winter, Werner Auernheimer, Volker Satzinger (alle Burgsalach), Walter Bengel, Norbert Satzinger (beide Indernbuch), Stefan Heß, Matthias Braun und Günther Buckel treten elf Gemeinderäte wieder an, wobei Satzinger als künftiger Bürgermeister einen Platz freimachen wird. Insgesamt bewerben sich aus Burgsalach und Pfraunfeld jeweils zwölf Kandidaten um einen Ratsposten, aus Indernbuch kommen acht weitere Kandidaten. Die Wähler können so ihre Kreuzchen bei drei Frauen und 29 Männern auf der Wahlliste machen.

RAINER HEUBECK

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