Freitag, 10.04.2020

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Mit der Motorsäge im Weißenburger Wildbadsaal

Die Sportlerehrung der Stadt Weißenburg überraschte diesmal mit einer besonderen Showeinlage. - 17.02.2020 06:06 Uhr

Ließ die Sägespäne fliegen: Sportholzfäller Andreas Auernhammer demonstrierte sein außergewöhnliches Hobby, mit dem er sogar bei der Deutschen Meisterschaft war. © Foto: Uwe Mühling


Der 36-jährige Dettenheimer schnitt mit einer Motorsäge nicht nur blitzschnell, sondern auch blitzsauber zwei Scheiben von einem Holzstamm ab und ließ die Sägespäne dabei auf der Bühne des Wildbadsaals fliegen. Bei Wettkämpfen wie der Deutschen Meisterschaft, an der Auernhammer vergangenes Jahr in Oberhof teilgenommen hat, ist natürlich noch viel mehr gefordert. Das meiste davon kann man aber nicht in einem Innenraum vorführen.

So gab ein Filmbeitrag weitere Einblicke über das außergewöhnliche neue Hobby von Andreas "Aue" Auernhammer, den man vor allem als Fußballer des SSV Oberhochstatt kennt und der sich jetzt gegen Ende seiner Laufbahn am Rasen ein neues Betätigungsfeld gesucht hat. Enorme Fitness und großes Geschick an Axt und Säge sind dafür nötig. Auernhammer erhielt für seine Leistungen als Sportholzfäller ebenso eine Urkunde und ein Geschenk wie gut 70 weitere Sportlerinnen und Sportler.

„Die Zuverlässigkeit und Kompetenz in Person“: Ludwig Meyer (links) erhielt von OB Jürgen Schröppel eine Sonderehrung für seine besonderen Verdienste im Sport. © Foto: Uwe Mühling


Im Mittelpunkt des Abends stand aber auch ein bekannter und beliebter Funktionär: Ludwig Meyer vom TSV 1860 Weißenburg erhielt eine Auszeichnung für seine besonderen Verdienste um den Sport in der Stadt und im Landkreis. Seit über 40 Jahren ist Meyer Schatzmeister beim Bayerischen Landessportverband (BLSV) Weißenburg-Gunzenhausen. Er ist langjähriger Tischtennis-Spartenleiter des TSV 1860 und war viele Jahre TT-Kreisvorsitzender.

Beim BLSV und im Tischtennis hat der Weißenburger bereits zahlreiche sehr hohe Ehrungen für sein ehrenamtliches Engagement erhalten. Die Stadt setzte nun noch einen drauf. Oberbürgermeister Jürgen Schröppel würdigte Ludwig Meyer dabei als "Zuverlässigkeit und Kompetenz in Person".

Die Funktionärs- und Sportlerehrungen nahm der OB mit Unterstützung seiner Mitarbeiter Thomas Felber und Andrea Sarres von der Stadtverwaltung vor. Ihnen dankte er auch für die Organisation des Abends im Wildbadsaal, der musikalisch von der "FOStration" begleitet wurde. Die Schulband der Fach- und Berufsoberschule unter der Leitung von Wolfgang Höhn und mit den beiden Sängerinnen Alexandra Mandl und Mathusja Kunasegaran an der Spitze begeisterte mit "No Roots" von Alice Merton, "Crawling" von Linkin Park und einigen weiteren Songs – es wäre ein echter Fehler gewesen, hierbei schon die Ohrenstöpsel zu verwenden.

Augenzwinkernd bat der Oberbürgermeister auch darum, den Gehörschutz nicht bei seiner Rede zu verwenden. Darin begrüßte er die anwesenden Stadtratsmitglieder mit der zweiten Bürgermeisterin Maria Schneller an der Spitze, Landratstellvertreter Robert Westphal, die Vorstände vieler Vereine sowie die BLSV-Kreisvorsitzende Brigitte Brand. Einen Dank zollte Schröppel der Sparkasse (vertreten durch Walter Eckerlein) und der Raiffeisenbank (Jürgen Kraft musste kurzfristig absagen). Die Geldinstitute seien "wertvolle Förderer des Sports", die durch ihr Sponsoring viele Veranstaltungen ermöglichen und somit einen "wichtigen Beitrag für die Region" leisten.

"Der Breitensport spielt eine ganz wichtige Rolle", unterstrich OB Schröppel und dankte dem Stadtrat für dessen Entscheidung, auch die künftige neue Sporthalle den Vereinen kostenfrei zur Verfügung stelle. Das gehöre ebenso zur Sportförderung der Stadt wie die Übernahme der Übungsleiterpauschalen.

Zum Abschluss erinnerte der Oberbürgermeister an den "legendären Sportfunktionär" Siegfried Leitel, der vor wenigen Wochen verstorben ist. Der langjährige BLSV-Kreisvorsitzende hat immer wieder markante Sätze und Sprüche in seine Reden eingestreut. Einen davon zitierte Schröppel im Gedenken an "Siggi" Leitel und zugleich als Motivation an die Sportler: "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren."

UWE MÜHLING

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