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Münchner Büro erhielt Zuschlag für Weißenburger Kita

Diakonische Werk musste die Planung für seine neue Kindertagesstätte europaweit ausschreiben - 18.07.2019 06:01 Uhr

Auf diesem Areal an der Weißenburger Schwärzgasse sollen die neue große Kindertagesstätte der Diakonie sowie der Neubau der Tagesstätte „Brücke“ der Arbeiterwohlfahrt entstehen. © Foto: limes-luftbild.de


Dort stand das Projekt wegen des Antrags auf einen Baukostenzuschuss auf der Tagesordnung. "In den letzten Wochen hat sich doch einiges bewegt", sagte der OB, denn um das Vorhaben war es in den vergangenen Wochen still geworden.

Wie berichtet, hatte der Stadtrat bereits im Februar 2018 einen ersten Bedarf sowie Ende November vergangenen Jahres eine Bedarfserweiterung festgestellt und die Diakonie mit dem Bau der neuen Tagesstätte beauftragt. Entstehen sollen eine Kinderkrippe mit 36, ein Kindergarten mit 75 und ein Kinderhort mit 50 Plätzen. Es wird die größte Kindertageseinrichtung in der Stadt werden. Der Bau wird nötig einerseits wegen der gestiegenen Geburtenzahlen, andererseits aber auch wegen der Verringerung von Betreuungsplätzen in den beiden katholischen Kindergärten und Zuzügen in die Stadt.

"Es wäre schön, wenn wir ein Modell bekommen könnten", merkte Stadtrat Heinz Gruber (Freie Wähler) an. Er könne sich dann den Bau leichter vorstellen als nur anhand von Plänen, meinte er. "Da sind Sie nicht alleine", meinte Katrin Schramm (Bündnis 90/Die Grünen). Doch ob ihr Wunsch erfüllt wird, blieb offen. "Verpflichten kann ich den Architekten nicht, aber ich bitte ihn darum", bekundete Schröppel.

CSU-Fraktionsvorsitzender Klaus Drotziger erinnerte an den Fertigstellungstermin für die Kindertagesstätte. Die Diakonie hat eine Verpflichtungserklärung unterschrieben, dass die Einrichtung Ende 2020 in Betrieb gehen soll, denn die Plätze werden in Weißenburg dringend benötigt. "Ich lege in jedem Gespräch mit ihm Wert darauf, dass er sich den Termin vergegenwärtigt", merkte OB Schröppel zu seinen Treffen mit Diakonie-Geschäftsführer Martin Ruffertshöfer an.

Bezuschusst werden soll das Vorhaben nach dem 4. Sonderinvestitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung, bei dem die Antragsfrist am 31. August endet. Dann müssen die Papiere bei der Regierung von Mittelfranken vorliegen.

"Da das Diakonische Werk bisher weder eine Kostenschätzung noch Baupläne eingereicht hat, hat die Verwaltung bereits mehrmals um Stellungnahmen geben", heißt es in den Sitzungsunterlagen. Es sei aber zugesichert worden, dass die Unterlagen rechtzeitig vorlägen.

Damit der Antrag fristgerecht gestellt wird, war der Baukostenzuschuss trotzdem jetzt schon Thema im Schulausschuss. Dies habe "gleichzeitig den Vorteil, dass das Diakonische Werk umgehend mit der Vergabe der Gewerke beginnen kann, sobald die Unbedenklichkeitsbescheinigung der Regierung vorliegt", heißt es weiter in der Tischvorlage.

Der vorberatende Ausschuss stimmte einmütig dafür, dem Diakonischen Werk den Baukostenzuschuss zu gewähren. Zusammen mit den staatlichen Mitteln ergibt sich so eine Vollfinanzierung für das Projekt. Die Verwaltung soll dem Beschluss zufolge die staatlichen Fördermittel beantragen. Die Stadt übernimmt die Vorfinanzierung und trägt den Eigenanteil von zehn Prozent. Die Förderung soll analog zur Tagesstätte "Römerschätze" der Lebenshilfe in Steinleinsfurt erfolgen. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat in seiner Sitzung am 25. Juli.

Neues gibt es auch vom geplanten Neubau der Tagesstätte "Brücke" der Arbeiterwohlfahrt (Awo), berichtete Schröppel. Diese soll ja von ihrem jetzigen Standort in der Schwärzgasse auf die gegenüberliegende Straßenseite umziehen. Für den Bau liege der Förderbescheid der Regierung von Mittelfranken vor. Die Tagesstätte selbst werde eingeschossig gebaut, das Gebäude für betreutes Wohnen, das an die "Brücke" angeschlossen werden soll, werde dreistöckig. Die Stadt habe sich darum bemüht, dass an dieser Stelle verdichtet gebaut werde, sagte der OB.

Sowohl bei der "Brücke" als auch bei der Kindertagesstätte der Diakonie ist aber noch nicht abzusehen, wann konkret die Bauarbeiten beginnen sollen. 

ROBERT RENNER

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