Samstag, 26.09.2020

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Neue Chance für die Pleinfelder Ferienhäuser

Vor Jahren sorgte der Roma-Park für Aufregung, nun gibt es eine neue Idee. - 05.08.2020 14:00 Uhr

Seit Jahren wartet das Grundstück an der Straße am Sportpark auf eine Bebauung. Nun sieht es so aus, dass es etwas werden könnte. Vor acht Jahren hatte die Idee, einen Ferienpark für Roma aus osteuropäischen Ländern zu schaffen, für Aufruhr gesorgt.

© Foto: Robert Maurer


Das Areal zwischen dem Hotel und Landgasthof Sonnenhof und dem Waldcamping Brombach ist seit jeher für Ferienhäuser reserviert. Einige Häuser stehen da auch schon seit vielen Jahren, doch der weitere Teil des Grundstücks hat in der Vergangenheit mehrfach den Besitzer gewechselt.

Dementsprechend stellte Bernhard Endres (SPD) im Gemeinderat fest: "Das Thema ploppt alle zwei Jahre bei uns auf." Denn regelmäßig wollen die neuen Eigentümer den alten Bebauungsplan über den Haufen werfen. In diesem Fall ist das anders, es geht tatsächlich nur um eine minimale Abweichung der Grundflächenzahl. Der Investor findet, dass die beiden im Bebauungsplan festgesetzten Haustypen nicht mehr zeitgemäß sind. "Er möchte ein kleines bisschen moderner bauen", sagte Bürgermeister Stefan Frühwald in der Gemeinderatssitzung. Einen entsprechenden Bauantrag für zwölf Häuser (so sieht es auch der Bebauungsplan vor) hat der neue Eigentümer gestellt. Nachdem der Gemeinderat nun zugestimmt hat, muss letztlich das Landratsamt über die Genehmigung entscheiden.

Ein Thema seit Jahren

Wenn Weißenburg nun grünes Licht gibt, könnte damit tatsächlich ein Dauerthema verschwinden. So manches Vorhaben auf der Fläche ist schon gescheitert und wieder in der Versenkung verschwunden. Zuletzt geisterte vor acht Jahren der Plan durch die Medien, dort eine Ferienanlage zu bauen, in dem Roma-Familien aus Osteuropa Erholung finden könnten. Von einer Investition in der Größenordnung von 2,5 Millionen Euro sprachen die Projektentwickler damals.

Doch sehr schnell tauchte damals die Vermutung auf, dass das Projekt nur dazu dienen könnte, gewisse Ängste bei den Anwohnern zu schüren. Wäre in der Folge der Bebauungsplan geändert worden und hätte normale Wohnbebauung zugelassen, hätte sich der damalige Investor wohl ins Fäustchen gelacht. Denn in unmittelbarer Seenähe wären die Grundstücke dort sprunghaft im Wert gestiegen. Doch dazu kam es nicht. Das Projekt und alle Beteiligten sind nach einigen dubiosen Monaten wieder in der Versenkung verschwunden.

Lange war es nun in der Öffentlichkeit still geworden um das Areal am Sportpark. Wer nun hinter dem neuerlichen Vorstoß zur Bebauung steckt, ist zumindest für die Öffentlichkeit noch unklar, in der Gemeinderatssitzung wurden keine Namen der Beteiligten genannt.

ROBERT MAURER

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