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Donnerstag, 09.07.2020

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Neue Nutzung fürs Raiba-Gebäude in Burgsalach

Die Gemeindekanzlei und die ELJ-Gruppe sollen einziehen - 12.06.2020 06:57 Uhr

Die ehemalige Raiffeisenbank-Geschäftsstelle in Burgsalach wird umgebaut. Einziehen sollen dort sowohl die Gemeindekanzlei als auch die Evangelische Landjugend. © Foto: Rainer Heubeck


In der jüngsten Sitzung vergab der Gemeinderat die entsprechenden Planungsaufträge an ein Architekturbüro.

Der ursprüngliche Plan, die Evangelische Landjugend in der Raiffeisenscheune neben der ehemaligen Bank unterzubringen, scheiterte an den Umbaukosten. "Das war nicht finanzierbar", betonte Bürgermeister Volker Satzinger in der Sitzung. Das Raiba-Gebäude, das die Gemeinde gekauft hat, bietet aber im Obergeschoss genug Platz für die ELJ-Gruppe.

Da das Dach zumindest an einer Stelle undicht ist, muss dieses auf jeden Fall repariert beziehungsweise neu eingedeckt werden. In dessen Zuge regten die Gemeinderäte an, doch Erker oder zumindest Dachflächenfenster einzubauen, um mehr Licht in die künftigen Jugendräume zu bringen. Ob das möglich ist und welche Varianten finanzierbar sind, soll nun ein Architekt ermitteln.

Eigener Eingang

Vorhanden ist auch ein eigener Eingang und Treppenaufgang, damit etwaige Konflikte mit der Nutzung im Erdgeschoss vermieden werden können. Hier gab es in der Vergangenheit kleinere Probleme, da die ELJ im Obergeschoss des Kindergartens untergebracht war.

Im Erdgeschoss des Raiba-Gebäudes sollen nach dem Umbau der Gemeinderat tagen und die Gemeindekanzlei Platz finden. Bürgermeister Volker Satzinger will dort auch regelmäßige Bürgersprechstunden anbieten. Ein ebenerdiger Zugang sei über den Hintereingang möglich. Im Eingangsbereich schwebt Satzinger vor, einen Informationspunkt einzurichten, an dem Broschüren und Flyer zu touristischen Sehenswürdigkeiten, Rad- oder Wanderwegen und zur Gemeinde ausgelegt werden. Zudem sind im Erdgeschoss zwei Toiletten geplant. Auch hier soll ein Architekturbüro den Umbau planen.

Nach dem Auszug der ELJ-Gruppe aus dem Kindergarten-Gebäude sollen dort noch heuer die Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen für eine Kinderkrippe beginnen. Neue Räume werden im Bereich zwischen dem jetzigen Kindergarten und der Mehrzweckhalle gebaut, zudem kann das Obergeschoss als Gruppenraum genutzt werden.

Für sportliche Aktivitäten der Kinder steht die Mehrzweckhalle zur Verfügung. Während des Kindergarten-Umbaus muss dieser umziehen. Volker Satzinger schwebt hier die Nutzung des leer stehenden Burgsalacher Pfarrhauses an. "Da muss aber das Jugendamt zustimmen", betonte Satzinger. Zudem müsse auch die evangelische Kirchengemeinde einverstanden sein.

Die Erweiterung zur Kindertagesstätte wurde noch vom vorigen Gemeinderat beschlossen. Der Bürgermeister informierte die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung über den Planungsstand und die Kosten. Diese liegen bei geschätzten 506 000 Euro. Davon sind bereits 312 000 Euro als Förderung zugesagt, weitere 93 000 Euro sind in Aussicht gestellt. "Da drängt die Zeit," machte Satzinger mit Blick auf die noch nicht sichere zusätzliche Förderung deutlich, "denn wenn die Mittel ausgeschöpft sind, gehen wir komplett leer aus." Das will der Burgsalacher Bürgermeister unbedingt vermeiden, damit der Kostenanteil der Gemeinde bei 93 000 Euro bleibt und damit etwa 20 Prozent der Bausumme umfasst. "Wir hätten dann eine Gesamtförderung von 405 000 Euro und damit fast 80 Prozent." "Deswegen müssen wir möglichst bald ausschreiben und heuer noch anfangen." Fertiggestellt werden soll die Erweiterung dann im April kommenden Jahres.

rh

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