Planschende Kuh im Brombachsee ist ganz normal

2.6.2021, 12:30 Uhr
Das Bild ist extrem unscharf - aber näher dürfen Angler mit ihrem Boot an das Naturschutzgebiet auch nicht heran. Der braune Schemen am Ufer ist eine Kuh, die ein Bad im Brombachsee nimmt, und das ganz rechtmäßig.

Das Bild ist extrem unscharf - aber näher dürfen Angler mit ihrem Boot an das Naturschutzgebiet auch nicht heran. Der braune Schemen am Ufer ist eine Kuh, die ein Bad im Brombachsee nimmt, und das ganz rechtmäßig. © privat

Und tatsächlich bestätigt sowohl die Gunzenhäuser Polizei als auch der Hof: Ja, ein Rind fehlt noch. Der Bulle konnte damals in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai nicht mehr eingefangen werden. "Er ist auf dem Uferweg Richtung Ramsberg gelaufen, da haben wir ihn dann aus den Augen verloren", berichtet Johannes Wagner, der Bereichsleiter Landwirtschaft auf dem Müßighof. Seitdem wird er rund um Regelsberg immer wieder mal gesichtet, der "Zugriff" ist noch nicht erfolgt.


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Doch er ist nicht die planschende Kuh aus dem Brombachsee. Die ist tatsächlich ganz rechtmäßig dort im Naturschutzgebiet auf der Halbinsel zuhause, erklärt Johannes Wagner. Von dort waren die Rinder schließlich am 17. Mai auch ausgebüxt. "Die Tiere leben dort auf den 15 Hektar Fläche, teils mit Wiese, teils mit Buschland."

Das Projekt "Rinder auf Naturschutzflächen" wird auf der Vogelinsel im Altmühlsee bereits gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde praktiziert, nun folgt also der Brombachsee. Die acht Tiere leben dort in einer eingezäunten Weide, die lediglich zum Wasser hin offen ist, und haben ein Zelt zum Unterstellen.

Nach dem etwas holprigen Start samt Suchaktion fühlen sie sich nun in ihrem neuen Zuhause offenbar wohl, berichtet Wagner. Immer wieder könne man beobachten, wie die Kühe ein Bad bis zum Bauch nehmen. Das ist also alles ganz normal – und ein Anblick, an den sich Angler auf dem Kleinen Brombachsee künftig gewöhnen müssen.

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