Weißenburg-Gunzenhausen und Roth arbeiten zusammen

Planungen für ein Hospiz werden konkret

30.7.2021, 12:05 Uhr
Hospize wollen dafür sorgen, dass der letzte Lebensabschnitt würdevoll abläuft. Zusammen wollen Weißenburg-Gunzenhausen und Roth ein Hospiz aufbauen.

Hospize wollen dafür sorgen, dass der letzte Lebensabschnitt würdevoll abläuft. Zusammen wollen Weißenburg-Gunzenhausen und Roth ein Hospiz aufbauen. © Werner Krueper, NN

Noch laufen die Verhandlungen mit den verschiedenen Stellen, sagte Westphal. Die Zusage der Krankenkassen, die zumindest den Großteil der Kosten tragen müssen, stehe noch aus. Doch Westphal gab sich diesbezüglich zuversichtlich, dass es hier noch in diesem Jahr grünes Licht geben kann. Gedacht ist an etwa acht, vielleicht auch zehn Plätze.

In Bayern hat man bei der Hospizversorgung in der Vergangenheit eher auf zentrale Einrichtungen gesetzt. Von Weißenburg aus liegen die nächsten Hospize in Nürnberg und Ingolstadt. In ganz Mittelfranken liegen die stationären Hospize allesamt im Ballungsraum Nürnberg. Doch mehr und mehr löst man sich von dieser Zentralisierung und der Weg führt in die Fläche.

Auch andere Regionen planen

So gibt es aktuell auch im Nachbarlandkreis Ansbach und in Nördlingen Bestrebungen, Hospize ins Leben zu rufen. Aus Westphals Sicht ist das kein Problem. Wenn man davon ausgeht, dass die Fahrtzeit zu einer solchen Einrichtung idealerweise nicht sehr viel länger als eine halbe Stunde sein soll, braucht es ein relativ engmaschiges Netz.

Stationäre Hospize sind kleine Einrichtungen mit familiärem Charakter. Hier werden schwerstkranke und sterbende Menschen mit einer unheilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung in der letzten Lebensphase betreut und begleitet.


Ein Pflegestützpunkt für Altmühlfranken


Die Versorgung von unheilbar kranken Menschen hat in den vergangenen Jahren eine ganz neue Qualität erfahren. Es geht darum, die verbleibende Lebenszeit möglichst hochwertig und zu gestalten. So sind in den vergangenen Jahren in vielen Krankenhäusern kleine Palliativstationen entstanden. Auch in Weißenburg hat man Palliativbetten geschaffen, um den Menschen ein entsprechendes Angebot machen zu können.

Zusammenarbeit läuft bereits

Ergänzend dazu gibt es auch eine palliative Versorgung Zuhause. Hierfür hat Weißenburg-Gunzenhausen vor ein paar Jahren zusammen mit dem Landkreis Roth die SAPV Südfranken aufgebaut, die in Pleinfeld ihren Sitz hat. SAPV steht für spezielle ambulante Palliativversorgung, gemeint ist eine medizinische Versorgung von schwerstkranken Menschen im eigenen Zuhause, um ihnen den letzten Lebensabschnitt so angenehm wie möglich zu machen. Auch die Hospizvereine in Altmühlfranken und Roth-Schwabach kooperieren seit Jahren.

Da war es naheliegend auch in Sachen Hospiz zusammenzuarbeiten, stellte Westphal gegenüber dem Weißenburger Tagblatt fest. „Wo das dann am Ende seinen Sitz haben wird, ist zweitrangig.“ Aber eine gewisse Zentralität zwischen den beiden Landkreisen scheint mit Blick auf die Entfernungen zu den einzelnen Orten sinnvoll – somit sind Pleinfeld und Röttenbach sicher potenzielle Aspiranten. ROBERT MAURER

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