Donnerstag, 24.10.2019

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Pleinfelder Bürgermeister wird in Stichwahl gekürt

Entscheidung fällt jetzt zwischen Uwe Geuder (FW) und Stefan Frühwald (CSU) - 12.05.2019 22:49 Uhr

Stefan Frühwald (CSU) holte bei der gestrigen Bürgermeisterwahl die meisten Stimmen und tritt am 26. Mai in der Stichwahl gegen Uwe Geuder (FW) an. © Markus Steiner


Frühwald gewann alle der insgesamt 14 Stimmbezirke und kam auf 1736 Stimmen, Geuder auf 1117 und Astrid Weiße (SPD) auf 721. 

Gut 6000 Pleinfelderinnen und Pleinfelder waren gestern zur Wahl aufgerufen, 3564 gaben eine gültige Stimme ab. Vom ersten bis zum letzten ausgezählten Stimmbezirk lag der CSU-Kandidat vorne. Weder Geuder noch Weiße konnten überhaupt einen Stimmbezirk für sich gewinnen. Insofern bleibt es spannend,wie sich die SPD-Wähler entscheiden werden, wenn in zwei Wochen noch einmal der Pleinfelder Bürgermeister gewählt wird.

Der Termin für die Stichwahl war eigens so gelegt worden, um rechtlichen Vorgaben zu genügen und um im Falle einer Stichwahl mit der Europawahl zusammen zu fallen. Wer auch immer am 26. Mai das Rennen machen wird, bleibt sogar sieben Jahre im Amt. 2026 finden dann die Wahl des Bürgermeisters und des Gemeinderates wieder zusammen statt.

Zur Bürgermeisterwahl waren Astrid Weiße (SPD), Stefan Frühwald (CSU) sowie Uwe Geuder (FW) als Kandidaten vom Gemeindewahlausschuss zugelassen worden. Ein weiterer Kandidat, Markus Dauer von der unabhängigen Wählergruppe PMG ("Ein Pleinfelder für die Marktgemeinde") war dagegen wegen formaler Fehler nicht zugelassen worden, weil die Nominierungsversammlung nicht öffentlich stattgefunden hatte.

Trost für die Drittplatzierte: Christa Naaß, Inge Dorscher und Harald Dösel gratulierten Astrid Weiße dennoch zu ihrem Ergebnis mit einem kleinen Geschenk. © Foto: Markus Steiner


Weiße ist nach dem  Wählervotum aus dem Rennen, erhielt aber sowohl von ihren Genossen als auch von ihren beiden Mitbewerbern gestern Lob für den engagierten und fairen Wahlkampf. Geuder und Frühwald müssen jetzt auch die nächsten beiden Wochen noch einmal versuchen, die Pleinfelder von sich zu überzeugen. Beide betonten im bisherigen Wahlkampf, dass es zum einen wichtig sei, den Menschen in Pleinfeld wieder zuzuhören und die Verwaltung auf Kurs zu bringen.

Die Wahl in der rund 7500 Einwohner zählenden Marktgemeinde war erforderlich, weil Bürgermeister Markus Dirsch (CSU) Anfang Januar in einer Gemeinderatssitzung überraschend für alle Fraktionen den Rücktritt von seinem Amt erklärt hatte. Der 47-Jährige hatte in der nichtöffentlichen Sitzung argumentiert, dass er vor allem zurücktrete, weil auch das Verhältnis zur eigenen Fraktion "nachhaltig beschädigt" sei.

Vor diesem Schritt war Dirsch, der den Bürgermeisterposten im Mai 2014 angetreten hatte, längere Zeit erkrankt und auf Reha gewesen. Der frühere Filiadirektor der Pleinfelder Sparkasse gewann im Wahlkampf 2014 im ersten Durchgang gegen Amtsinhaber Josef Miehling (Freie Wähler), der die Geschicke der Marktgemeinde zwölf Jahre geführt hatte.

MARKUS STEINER

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