Polizeieinsatz wegen Vogelspinne: Scherz geht nach hinten los

Gegen 16.45 Uhr meldete ein Mann der Polizeiinspektion Treuchtlingen, dass bei seinen Nachbarn im Haus eine sehr große Spinne gesichtet wurde. Diese hatten ihn gebeten, ob er sich nicht um die Entsorgung des Tieres kümmern könne.

Nachdem er sich das circa handtellergroße Tier, das einer Vogelspinne ähnelte, mit eigenen Augen angeschaut hatte, entschloss er sich, nicht selbst Hand anzulegen, sondern doch sicherheitshalber die Polizei zu verständigen.

Während sich eine Streifenbesatzung auf den Weg zum "Tatort" machte, telefonierte der Kollege in der Wache mit dem Tierheim und einer Zoohandlung, die aber beide dankend ablehnten, sich um das Tier zu kümmern. Ein "Spinnenexperte" der Treuchtlinger Feuerwehr erklärte sich dann dankenswerterweise bereit, die Spinne einzufangen und mitzunehmen.

Sohn war der "Übeltäter"

Kurz nachdem alles organisiert war, kam der Sohn der Familie nach Hause, bemerkte das hektische Treiben und wurde nach einer kurzen Erklärung, was denn los sei, etwas blass. Schnell konnte er dann alles aufklären, denn er hatte sich einen Spaß erlaubt und eine täuschend echt aussehende Gummispinne ausgelegt, um seine Eltern zu erschrecken.

Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei dem "Spaßvogel", dem Sohn der Familie, um einen 40 Jahre alten Mann. Bisher gab es in dem besagten Haus keinen Folgeeinsatz, weshalb die Polizei davon ausgeht, dass die Familienmitglieder anschließend einfach nur herzlich über den Scherz gelacht haben.


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