Dienstag, 22.10.2019

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Pumptrack am Aumühlweiher

Weißenburg will Leader-Förderung beantragen - 11.02.2019 06:00 Uhr

Guter Standort: Neben dem Aumühlweiher (links) soll der Pumptrack rund um den Hartplatz entstehen. Eingezeichnet ist in das Foto eine mögliche Streckenführung, deren Lage wird sich aber erst noch ergeben. © www.limes-luftbild.de


Nachdem sich die komplette Umgestaltung des Spielplatzes in Steinleinsfurt im Zuge der Sanierung der Weißenburger Spielplätze nicht umsetzen lässt, hat sich – wie berichtet – der Stadtrat dafür entschieden, Geld für den Bau einer sogenannten Pumptrack bereitzustellen. Auf einer solchen speziellen Mountainbikestrecke wird durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe am Rad Geschwindigkeit aufgebaut. Um ein Fahrrad auf diese Art effizient zu beschleunigen, benötigt es einen spezifischen Abstand der einzelnen Wellen sowie bestimmte Kurvenradien.

Den Unterlagen für die nächste Bauausschusssitzung zufolge wurde der Standort in der Stadtverwaltung ausgewählt. In Betracht gezogen worden waren auch städtische Grundstücke wie der Bereich des Stadtgrabens an der südlichen Ringstraße, die Bismarckanlage, die ehemalige BMX-Bahn zwischen Weißenburg und Schmalwiesen sowie Grundstücke am Gänswirtshaus. Doch alle erwiesen sich letztlich nicht als geeignet.

Und so fiel die Wahl auf die Grünfläche mit dem Hartplatz östlich des Aumühlweihers. Das rund 5200 Quadratmeter große Gelände ist ebenfalls in städtischem Besitz und hat einen fast planen Untergrund. Von dort aus sind auch umliegende Mountainbiketrails und Radwegestrecken gut zu erreichen. Das Grundstück liegt außerdem relativ stadtnah und ist verkehrlich gut angebunden, heißt es in den Sitzungspapieren.

Gebaut wird der Pumptrack aus Mineralbeton. Sie erhält wegen der dann längeren Lebensdauer sowie den geringeren Wartungsarbeiten eine Asphaltierung und soll als Rundkurs um das bestehende Fuß- und Basketballspielfeld angelegt werden. Genutzt werden kann sie übrigens nicht nur mit Mountainbikes, sondern auch mit Rollern, herkömmlichen Fahrrädern, BMX-Rädern, Inlinern, Skateboards und sogar Rollstühlen.

Finanziell gefördert werden könnte das Projekt über den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen durch das europäische Leader-Programm. Da aber in der Förderperiode 2019 „nur noch Projekte berücksichtigt werden können, die relativ kurzfristig beantragt werden und bis Oktober 2019 auch eine Förderzusage haben, bleibt wegen der momentan umfangreich beantragten Fördermittelprojekte im Landkreis zeitlich nicht mehr viel Spielraum für die Fördermittelakquise“ heißt es in den Sitzungsunterlagen.

Beispiel Buxheim

Mit Leader-Mittel gefördert wurde beispielsweise im vergangenen Jahr die Pumptrack der Gemeinde Buxheim im Nachbarlandkreis Eichstätt. Sie hat rund 84000 Euro gekostet, und seitens des Leader-Programms gab es einen Zuschuss von gut 35000 Euro. Die Bahn erfreut sich großer Beliebtheit. In der Buxheimer Projektbeschreibung heißt es: „Die Kombination von Bewegung, Spaß, Sicherheit und Vielfalt der Benutzergruppen macht diesen sozialen Treffpunkt einmalig und wertvoll für die Kommune.“

Pumptracks finden generell derzeit großen Anklang, weil sie der breiten Masse der Bevölkerung Platz zur sportlichen Betätigung bieten. Auch Gunzenhausen schickt sich an, eine solche Anlage zu bauen. Sie soll eine befahrbare Fläche von 500 Quadratmetern erhalten. Die Kosten werden auf 90000 Euro geschätzt. Hinzu kommen 10000 Euro für die Außenmöblierung und Begrünung.

Das Weißenburger Stadtbauamt will als nächstes eine bestehende Anlage, beispielsweise jene in Buxheim, besichtigen. Danach soll eine Fachplanerfirma ausgewählt werden, die das Gelände am Aumühlweiher bewertet und verschiedene Entwurfsskizzen sowie grobe Kostenschätzungen vorlegen. Der Stadtrat wählt dann eine Variante aus, hernach wird die Projektbeschreibung für die Leader-Förderung in Absprache mit der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Altmühlfranken erstellt. Wenn die Förderzusage vorliegt, soll der Bau ausgeschrieben und vergeben werden.

Der LAG-Steuerkreis trifft sich voraussichtlich im April zu seiner nächsten Sitzung. „Bis dahin müssten die Vorplanungen und die Antragsstellung bereits gelaufen sein“, machen die Sitzungsunterlagen deutlich, wie eilig die Angelegenheit ist.

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Daher soll der Bausenat nun in seiner Sitzung am Donnerstag, 14. Februar, ab 17 Uhr im Scheunensaal des Neuen Rathauses grünes Licht für die Nutzung des Grundstücks am Aumühlweiher für die Pumptrack geben, die Verwaltung ermächtigen, die weiteren Schritte zur fachplanerischen Erkundung durch zwei Fachfirmen  vorzunehmen, sowie einen Förderantrag für Leader-Mittel auszuarbeiten. Als Kostenrahmen werden 100000 Euro genannt.

Robert Renner

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