Samma, Suffischa, Schneewittchen

4.7.2016, 09:44 Uhr
Tierisch guter Wettbewerb: Nach der Wechselstelle am Meinheimer Sportplatz ging es für die Teilnehmer an einer Rinderherde vorbei in Richtung Kurzenaltheim.

© Uwe Mühling Tierisch guter Wettbewerb: Nach der Wechselstelle am Meinheimer Sportplatz ging es für die Teilnehmer an einer Rinderherde vorbei in Richtung Kurzenaltheim.

Die Strecke: Erstmals gab es beim Landkreislauf (oder Altmühlfrankenlauf) einen Rundkurs: Die sechs Etappen von Sammenheim über Dittenheim, Meinheim, Kurzenaltheim, den Gelben Berg und Spielberg mussten von jeder Staffel zweimal durchlaufen werden. Es blieb also bei den gewohnten zwölf Etappen, allerdings war die Veranstaltung diesmal kompakter und organisatorisch nicht ganz so aufwendig. „Die Neuerung hat sich bewährt. Ich habe viele positive Reaktionen“, stellte Hauptorganisator Karl-Heinz Oberhuber fest. Er wusste, dass einige knackige Abschnitte teils sogar mit Trailcharakter dabei waren und zeigte sich am Ende wie viele andere erleichtert, dass es keine schlimmeren Verletzungen gab. So auch Dittenheims Bürgermeister Günter Ströbel, der obendrein (und zurecht) die „herrliche Landschaft“ rund um den Gelben Berg herausstellte.

Das Wetter: Es steht leider weit vorne in unserem Streifzug, denn es war mit einigen Regengüsse ziemlich prägend. Es beeinflusste zum einen das Flair der Veranstaltung, zum anderen wurden manche Streckenabschnitte matschig und ziemlich gefährlich (auch für die tapferen Führungs-Radfahrer Martin Pfahler, „Edi“ Österlein und Fritz Sommer). So kam es teils zu Rutschpartien und Stürzen. Die Temperaturen selbst waren für die Läuferinnen und Läufer sicherlich angenehm, am Ziel gab es unter den Zuschauern allerdings zeitweise eine Regenschirmparade, und mancher zog gleich den Gang ins nebenstehende Festzelt vor.

Mit gutem Beispiel voran: Vorstandsmitglied Daniela Heil von der Sparkasse Mittelfranken-Süd lief in Begleitung von Frank Sarres und Herbert Brickel ( v. li.) ins Ziel.

Mit gutem Beispiel voran: Vorstandsmitglied Daniela Heil von der Sparkasse Mittelfranken-Süd lief in Begleitung von Frank Sarres und Herbert Brickel ( v. li.) ins Ziel. © Uwe Mühling

K.H.O.: Dieses Kürzel steht für Karl-Heinz Oberhuber. Alle 32 Landkreisläufe hat der Mann vom Weißenburger Landratsamt organisiert. Schon vor ein paar Jahren wurde er dafür von unserer Zeitung zum „Mr. Landkreislauf“ gekürt, was inzwischen zum geflügelten Wort geworden ist. Heuer verdiente sich K.H.O. ein Extralob seines Chefs und Landrats Gerhard Wägemann, denn nach einem Oberschenkelhalsbruch bei einem Radunfall im April absolvierte Oberhuber einen Großteil der Vorbereitungen vom Krankenstand aus. Die gastgebenden „Stigglhupfer Samma“ ernannten den Cheforganisator für sein außergewöhliches, jahrzehntelanges Engagement prompt zum „Ehren-Stigglhupfer“.

„Samma“: Die schöne Kurzform für Sammenheim, Ort des 115-jährigen Feuerwehrjubiläums, Nussdorf und gerade mal 360 Einwohner groß. Die Sammenheimer erwiesen sich als hervorragender Gastgeber für den Landkreislauf. „Ihr habt unheimlich geackert“, sagte Oberhuber an die Adresse der Läufergruppe „Stigglhupfer“ um Roland Beißer und der Feuerwehr um Kommandant  Christian Bittner.

„Suffischa“ und Co.: Die Schützengesellschaft Adler „Suffischa“ (Suffersheim) soll hier mal stellvertretend für die bunte Palette der Mannschaften stehen. Es ist Jahr für Jahr wirklich erstaunlich, wer alles eine Staffel ins Rennen schickt. Klar sind die etablierten Lauf- und Topvereine wie Eintracht Kattenhochstatt (mit sechs Mannschaften die Nummer eins), Arriba Göppersdorf, Geh-Punkt Weißenburg und M.O.N. dabei. Hinzu kommen aber auch viele andere Sportvereine, Firmenstaffeln, Freundeskreise oder Dorfgemeinschaften zum Teil mit sehr originellen Namen wie etwa die „Stiftung Wadentest“ aus Berolzheim oder „Schneewittchen und die elf Zwerge“.

Ganz wichtig: Voll integriert sind die Staffeln der Lebenshilfe Weißenburg und der Polsinger Homerunners. Das Inklusionsteam der Lebenshilfe hat sich mittlerweile ins Mittelfeld der „Gemischten“ hochgearbeitet und hat sogar einen echten Marathonhelden in seinen Reihen (Bericht folgt). Ebenfalls sehr wichtig: Mit Alexander Höhn hat der Landkreislauf einen Moderator, der all die Besonderheiten bestens ins Rampenlicht stellt und obendrein für Top-Laune sorgt – selbst im Dauerregen.

Der Dank: Landrat Gerhard Wägemann gratulierte bei der Siegerehrung nicht nur allen Mannschaften, sondern bedankte sich auch bei allen Organisatoren und Helfern – von Karl-Heinz Oberhuber, Manfred Rieger und ihrem Team vom Landratsamt über die örtlichen Kräfte aus Sammenheim bis hin zu den Feuerwehren, der Polizei und dem Roten Kreuz. Wägemann dankte auch den Sponsoren, sprich der Firma Ernst sowie den Sparkassen Gunzenhausen und Mittelfranken-Süd, die bei der Siegerehrung durch Jürgen Pfeffer und Daniela Heil vertreten waren – Letztere war als Vorstandsmitglied zugleich Schlussläuferin der Mittelfranken-Süd-Banker.

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