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Donnerstag, 18.07.2019

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Schraufstetters schwere Verletzung überschattete den VfB-Sieg

Der Raitenbucher musste beim Eichstätter 1:0 gegen Greuther Fürth II nach wenigen Minuten wieder vom Feld - 15.10.2018 16:20 Uhr

Der Raitenbucher Lucas Schraufstetter musste nach seiner schweren Verletzung ins Krankenhaus gebracht werden. © Uwe Mühling


... doch das Match der Fußball-Regionalliga Bayern lief am Samstagnachmittag vor 850 Zuschauern noch bis zur 98. Minute weiter. Und das hatte einen sehr bitteren Hintergrund: In der zweiten Hälfte kam es zu einer längeren Unterbrechung, weil sich Lucas Schraufstetter schwer am linken Knöchel verletzt hatte. Er war der Pechvogel des Tages. Der 23-jährige Raitenbucher kam in der 67. Minute für Marcel Schelle ins Spiel. Rund drei Minuten später stieg er zu einem Kopfball hoch, landete danach unglücklich und ohne gegnerische Einwirkung wieder am Boden. Sofort krümmte sich Schraufstetter vor Schmerzen und wurde von den Sanitätern versorgt und abtransportiert.

In der Klinik folgte dann die schlimme Diagnose: Sprunggelenk gebrochen und Außenbänder gerissen. Der Mittelfeld-Antreiber wird damit für längere Zeit ausfallen. Die Verletzung überschattete natürlich den Sieg. Die Ironie des Schicksals wollte es so, dass ausgerechnet der für Schraufstetter ins Spiel gekommene Kügel nach einer Freistoß-Hereingabe von Jonas Fries den Siegtreffer besorgte und die Eichstätter „Jungs“ samt ihren Fans jubeln ließ.

Wie gewohnt waren wieder zahlreiche Fußballfreunde aus dem Weißenburg-Treuchtlinger Raum unter den Zuschauern im Eichstätter Stadion. Auf dem Feld standen die Weißenburger Markus Steinhöfer (diesmal als Rechtsverteidiger) und Fabian Eberle (wie gewohnt im Sturmzentrum). Lucas Schraufstetter musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Die Zweitliga-Reserve des Kleeblatts präsentierte sich trotz ihrer Position im Tabellenkeller als spielstarker Gegner und dominierende Mannschaft der ersten Hälfte. Nur in der entscheidenden Zone fehlte den Gästen die Durchschlagskraft, sodass VfB-Keeper Mustafa Özhitay gegen Ilker Yüksel parieren konnte und Levent Aycicek seinen Schuss aus aussichtsreicher Position deutlich zu hoch ansetzte. Auf der Gegenseite: Nichts Nennenswertes vom VfB!

Dementsprechend dürften auch die Worte von Trainer Markus Mattes in der Kabine ausgefallen sein. Jedenfalls kamen die Eichstätter mit viel mehr Schwung und Offensivdrang aus der Kabine. Defensiv ließen die Hausherren nichts mehr zu, vorne erarbeiteten sich teils gute Möglichkeiten für Yomi Scintu, Fabian Eberle und Philipp Federl. Kleeblatt-Keeper Leon Schaffran hielt mehrfach die Führung fest. Der VfB verlor trotzdem nicht die Geduld und wurde für seine Leistungssteigerung im zweiten Durchgang mit Kügels spätem Siegtor belohnt.

Zu Hause blieben die Domstädter damit zum siebten Mal in Folge ungeschlagen und stehen mit nunmehr 28 Punkten weiterhin auf Rang vier der Regionalliga Bayern. Markus Mattes’ trockenes Fazit: „Es hätte auch 0:0 ausgehen können. Wenn man vorne steht, gewinnt man solche Spiele. Steht man hinten, verliert man sie.“

VfB Eichstätt: Özhitay, Haas, Zant, Schmidramsl, Steinhöfer, Schelle (67. Schraufstetter, 73. Kügel) Fries, Federl, Scintu, Eberle, Lushi (92. Schröder).

Schiedsrichter:  Ostheimer (TSV Sulzberg); Zuschauer: 850; Tore: 1:0 Julian Kügel (90. Minute). 

Uwe Mühling

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