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Showdown für Weißenburg und Wettelsheim

TSV 1860 kämpft um den Platz zwei, der SVW um den Klassenerhalt - 18.05.2019 07:30 Uhr

Wollen ihre Teams am letzten Spieltag noch einmal pushen: Tobias Grimm, der sich nach drei Jahren als Coach des SV Wettelsheim mit dem erneuten Klassenerhalt in der Bezirksliga Süd verabschieden möchte... © Foto: Uwe Mühling


Spannung pur bietet der letzte Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Süd. Mittendrin statt nur dabei sind die beiden heimischen Teams: Für den TSV 1860 Weißenburg geht es um Platz zwei und damit um die Teilnahme an der Landesliga-Relegation, für den SV Wettelsheim um den Klassenerhalt.

Der abschließende 34. Spieltag findet einheitlich am heutigen Samstag um 14 Uhr statt. Das heißt, gegen 16 wird man wissen, wie die Sache ausgegangen ist. Der TSV 1860 hat im Rennen um Platz zwei ein Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten TSV Burgfarrnbach, der SVW muss auswärts beim Meister BSC Woffenbach ran.

Aus Sicht von Trainer Tobias Grimm vom SV Wettelsheim ist das eine "unfassbare Mammutaufgabe", denn die Woffenbacher haben nicht nur den stärksten Sturm und die beste Abwehr, sondern haben auch in den letzten zehn Spielen neun Siege und ein Remis verbucht. "Der BSC ist die stabilste und beste Mannschaft dieser Saison, nichtsdestotrotz wollen wir etwas mitnehmen", sagt Grimm.

Der SVW-Coach rückt ohnehin die positiven Seiten in den Vordergrund. Dass die Wettelsheimer trotz der Verletzungsmisere und auch mancher Niederlagenserie nach wie vor den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen können, ist so ein positiver Aspekt. Der SVW steht mit 37 Punkten auf Platz 14, der die Relegation mit dem Vierzehnten der Bezirksliga Nord bedeuten würde. Die vier Direktabstiegsplätze nehmen Marienstein (36), Holzheim (34), Dinkelsbühl (34) und Berching (28) ein. Knapp über dem Strich stehen Ansbach/Eyb (38) und Mosbach (39).

Und hier kommt der nächste positive Punkt aus Wettelsheimer Sicht, denn bei eventuellen Punktgleichheiten haben sie durch mehrere gewonne direkte Vergleiche Vorteile auf ihrer Seite. Neben dem ersten Absteiger Berching stehen somit aufgrund möglicher Sondertabellen auch schon Dinkelsbühl und Holzheim als Absteiger Nummer zwei und drei fest. Gesucht wird also noch der vierte Absteiger und der Relegations-Teilnehmer. Marienstein trifft direkt auf Holzheim, Mosbach muss nach Greding, Dinkelsbühl nach Roth und Ansbach/Eyb hat Berching zu Gast.

Für Wettelsheim ist alles möglich: Direktabstieg, Verlängerung mit Relegation und auch der direkte Klassen-erhalt. Ein Überraschungscoup, auf den die SVW-Fußballer in Woffenbach hoffen, würde die Aktien enorm steigen lassen. "Wir hoffen auf einen guten Abschluss", unterstreicht denn auch Trainer Tobias Grimm, der sich nach drei Jahren als Coach in Wettelsheim gerne mit dem Liga-Verbleib verabschieden würde – notfalls auch via Relegation.

Der Wettelsheimer Kader: Zwahr, Döbler, Müller, Stoll, Lehmeyer, Rasch, Baumann, Zischler, Bunz, Halbmeyer, Werner, Hüttinger, Brückel, Renner, Neubauer, Sinanovic, Strauß.

Während Wettelsheim um den Klassenerhalt bangt, darf der TSV 1860 Weißenburg auf den Aufstieg hoffen. Wieder muss man dazusagen, denn eigentlich war dieses Thema nach den Ergebnissen der vergangenen Wochen fast schon abgehakt. Dann kam jedoch die laut Trainer Markus Vierke "positive Überraschung" am vergangenen Spieltag, als die Konkurrenten allesamt patzten.

...und Trainer Markus Vierke, der mit dem TSV 1860 Weißenburg auf Rang zwei hofft. © Foto: Uwe Mühling


Die Situation vor dem letzten Spieltag stellt sich nun wie folgt dar: Der TSV Burgfarrnbach ist Zweiter mit 59 Punkten, die TSG 08 Roth und der TSV 1860 Weißenburg folgen mit je 58 Zählern. Weißenburg empfängt heute Burgfarrnbach zum direkten Duell. Je nach Ausgang könnte die TSG Roth zu Hause gegen Dinkelsbühl der lachende Dritte werden oder auch aus dem Rennen fliegen.

Klar ist, dass der TSV 1860 gewinnen muss, wenn er noch eine Chance auf den zweiten Rang haben will. Gleichzeitig dürfte allerdings Roth nicht gewinnen, denn der direkte Vergleich spricht für die TSG aus der Nachbarstadt. Aus Sicht von Markus Vierke ist das heutige Match eine "Zugabe". Die neue Chance gibt nach seinen Worten "Aufwind", zugleich werden er und sein Team ohne Druck in das Spiel gehen. Trotz des Weißenburger 3:1-Sieges in Burgfarrnbach gehen die Gäste seiner Meinung nach als Favorit ins Spiel. "Aber vielleicht können wir sie ärgern und unsere Mini-Chance auf Platz zwei nutzen", sagt der TSV-Trainer.

Unterm Strich könne man in Weißenburg stolz sein, dass man bis zum Schluss mit Mannschaften wie Burgfarrnbach und Roth mitgehalten habe und nach wie vor um die Vizemeisterschaft mitmischen kann. Vierke hofft, dass seine Truppe wie zuletzt in Berching erneut befreit aufspielt, "denn unter Druck sind wir manchmal etwas gehemmt". Und noch eines sagt der TSV-Coach: "Die Relegation wäre schon klasse. Das ist eine schöne Motivation für uns".

Der Weißenburger Kader: Uhl, Eco, Lehner, Maik Wnendt, Strobel, Lotter, Leibhard, Renner, Weichselbaum, Reile, Schwenke, Pfann, Weglöhner, Jäger, Herrmann. 

UWE MÜHLING

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