Einsatzbilanz

So oft musste die Weißenburger Feuerwehr 2021 ausrücken

6.5.2022, 15:47 Uhr
Zahlreiche Einsätze prägten auch das Coronajahr 2021 bei der Freiwilligen  Feuerwehr Weißenburg. Unter anderem musste sie bei dem schweren Verkehrsunfall  auf der B 2 bei Dettenheim Hilfe leisten, bei dem im September drei Menschen  starben.

© Robert Renner, NN Zahlreiche Einsätze prägten auch das Coronajahr 2021 bei der Freiwilligen Feuerwehr Weißenburg. Unter anderem musste sie bei dem schweren Verkehrsunfall auf der B 2 bei Dettenheim Hilfe leisten, bei dem im September drei Menschen starben.

Diese fand – wie auch schon im vergangenen Jahr – nicht im Schulungsraum des Gerätehauses an der Schlachthofstraße statt, sondern in der Fahrzeughalle, weil dort die Abstandsregeln eingehalten werden konnten.

Und auch die Maskenpflicht als Corona-Schutzmaßnahme galt bei der Feuerwehr bis zu den Sitzplätzen. Jedoch hofft Knaupp „auf ein baldiges und vor allem endgültiges Ende aller Corona-Beschränkungen“.

Weniger Hilfeleistungen

Gegenüber 2020, als es noch rund 150 Einsätze gab, sank die Zahl, und es waren 2021 deutlich weniger Hilfeleistungen als in Vor-Coronazeiten. 188-mal musste die Wehr beispielsweise 2019 ausrücken.

2021 wurden 24 Brandeinsätze gezählt, „die jedoch alle glimpflich abliefen, wie zum Beispiel der Brand eines Fahrradakkus in einem Wohnhaus Am Römerbad im April oder der Küchenbrand im ,Schiffla‘ im vergangenen Oktober“, berichtete Knaupp. Zu Großbränden musste die Wehr im vergangenen Jahr nicht ausrücken.

Die technischen Hilfeleistungen schlugen mit 78 Einsätzen zu Buche. Dazu zählten 16 Wohnungstüröffnungen bei akuten Notlagen der Bewohner, neun Ölspurbeseitigungen, zwölf Hilfestellungen bei Unwetter- und Sturmschäden sowie zahlreiche Kleineinsätze.

Einige schwere Verkehrsunfälle

Knaupp: „Wie jedes Jahr gab es jedoch leider wieder einige schwere Verkehrsunfälle in unserem Ausrückebereich.“ Der Kommandant erinnerte an den Zusammenstoß auf der Bundesstraße 2 nahe Dettenheim mit drei Toten und das Unglück in der Luitpoldstraße, bei dem ein Autofahrer die Kontrolle über sein Auto verloren und mehrere Fußgänger zum Teil schwer verletzt hatte.

Ferner gab es 13 Fehlauslösungen der im Stadtgebiet mittlerweile über 50 privaten Brandmeldeanlagen oder von Rauchmeldern. Da keine größeren Feste veranstaltet wurden, mussten keine Sicherheitswachen gestellt werden.

Die Kreiseinsatzzentrale wurde allerdings dreimal zur Unterstützung der Integrierten Leitstelle (ILS) in Schwabach besetzt. Dabei galt es bei Unwettereinsätzen, die alarmierten Feuerwehren im Landkreis zu koordinieren.

Weihnachtsbeleuchtung und Störche beringen

Ferner wurden sieben freiwillige Leistungen, also Einsätze, die nicht zu den Pflichtaufgaben der Wehr zählen, abgearbeitet.

In dieser Rubrik findet sich zum Beispiel die Unterstützung beim Anbringen der Weihnachtsbeleuchtung am Gotischen Rathaus und am Ellinger Tor sowie das Beringen der Jungstörche in Trommetsheim und Alesheim.

„Das Nest in Weißenburg kann mit der Drehleiter leider nicht mehr angefahren werden, da die Zufahrt vollkommen zugewachsen ist“, bedauerte der Kommandant.

Bei der seiner Ansicht nach sehr wichtigen Brandschutzerziehung gab es Corona-bedingt nur zwei Aktionen. Um all die Einsätze bewältigen zu können, ist beständiges Training nötig.

Große Bereitschaft

Besonders freut es Knaupp, „dass die Bereitschaft zum Einsatz- und Übungsdienst, mit all den Einschränkungen“, die die Pandemie mit sich gebracht hat, „ungebrochen groß ist“. Trotz der sich immer wieder ändernden Vorgaben wurde das ganze Jahr über geübt, zunächst online und ab April wieder in Präsenz.

Besonders dankte der Kommandant hier Thomas Struller jun. und dessen Helfern, „die immer der Lage angepasste Übungen ausgearbeitet haben“. Alle Wehrleute lobte er, weil sie „die in den Dienstanweisungen festgelegten Vorgaben so klaglos umgesetzt“ haben.

Das Hygienekonzept sei offenbar erfolgreich gewesen, weil es „zu keinem Corona-Ausbruch innerhalb der Wehr“ gekommen sei.

Großübung am Gasslabauer-Areal

Neben dem regulären Training gab es für die Gesamtwehr eine Großübung zur Feuerwehraktionswoche, die am mittlerweile abgebrochenen Gasslabauer-Anwesen zusammen mit der Oberhochstatter Wehr durchgeführt wurde.

Außerdem ließen sich wieder etliche Wehrleute bei den verschiedensten Lehrgängen auf Landkreisebene und in den staatlichen Feuerwehrschulen aus- und weiterbilden.

Einen besonderen Dank richtete Klaus Knaupp an die Angehörigen, die die Wehrleute „oft zu den unpassendsten Zeitpunkten entbehren“ müssten. Eine Feuerwehr funktioniere aber eben nur, wenn alle an einem Strang zögen und jeder versuche, die ihm gestellten Aufgaben bestmöglichst zu erledigen.

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