Samstag, 28.11.2020

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Stadtrat gibt grünes Licht für Alte Ziegelei

Neues Wohnviertel kann geplant werden - 07.12.2017 11:40 Uhr

Gewerbebrache verschwindet: Nach den Plänen der neuen Eigentümer soll anstelle der früheren Ziegelei Lang am Lehenwiesenweg in Weißenburg ein neues Baugebiet mit 95 Wohneinheiten entstehen. Wenn das konkrete Bebauungskonzept steht, soll es dem Stadtrat vorgelegt werden.

07.12.2017 © www.limes-luftbild.de


Eigentlich hätten die Eigentümer und ihr Planer ihr Projekt in der Stadtratssitzung ausführlich vorstellen sollen, so war es zumindest noch in den Unterlagen der vorberatenden Bauausschusssitzung angekündigt. Aus unersichtlichen Gründen erfolgte die Präsentation, obwohl die Personen anwesend waren, dann aber doch nicht.

Nichtsdestotrotz ist klar, was nach einem Besitzerwechsel auf dem 2,2 Hektar großen Areal entstehen soll. Einem Übersichtsplan zufolge schließen das Areal auf der Ostseite zur Bahnlinie hin vier viergeschossige Mehrfamilienhäuser mit 48 Wohnungen und „schallschutztechnisch optimierten Grundrissen“ ab. Im Süden, also zum Lehenwiesenweg hin, sollen zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit 18 Wohnungen entstehen. Die Lücken zwischen den Mehrfa­milienhäusern sollen mit Nebengebäuden und Schallschutzwänden geschlossen werden.

Zwischen den Wohnblöcken und dem ehemaligen Turnerheim nördlich des Ziegelei-Geländes sollen 19 dreigeschossige Reihenhäuser entstehen. Im westlichen Teil des Quartiers haben die Planer hingegen eine lockere Bebauung mit zehn Einfamilienhäusern vorgesehen. Erhalten bleibt die zur Dampfziegelei gehörende Villa.

Die Verkehrserschließung ist in dem Konzept über eine zentrale Zufahrt neben dem bestehenden Trafogebäude am Lehenwiesenweg geplant. Von dieser aus sollen die einzelnen Gebäude mittels einer Ringstraße und einem Wendehammer erschlossen werden. „Diese neue Straße kann auch perspektivisch zur weiteren Erschließung des ehemaligen Sportgeländes des TSV 1860 Weißenburg für Wohnbau dienen“, heißt es in den Sitzungsun­terlagen.

Das Vorhaben stieß im vorberatenden Bauausschuss ebenso wie im Stadtrat auf breite Zustimmung. Andre Bengel begrüßte, dass mit dem Vorhaben der Grundsatz Innenentwicklung vor Außenentwicklung beachtet wird. Der SPD-Fraktionsvorsitzende: „Wir müssen nicht immer auf die grüne Wiese gehen.“

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Heinz Gruber von den Freien Wählern begrüßt die „richtige, bezahlbare  Preisklasse, die brauchen wir wirklich“. Dies sehen der parteilose Alexander Kohler, Inge Pfitzinger-Miedel (SPD) und Maximilian Hetzner genauso. Der Grüne bewertet aber auch den Bau von zentrumsnahen Reihen- und Einfamilienhäusern positiv. Vor allem die Ansiedlung von zentrumsnahen Reihenhäusern sei erfreulich.

Klaus Drotziger merkte an, dass „wir an dieser Stelle schon einige Male etwas begrüßt“ haben. Der CSU-Fraktionsvorsitzender wünscht, dass „nach all dieser Begrüßerei diesmal wirklich etwas passiert und die marode Substanz wegkommt“.

Kein Thema war in der Stadtratssitzung mehr die Verkehrserschließung. Der Lehenwiesenweg und nachfolgend dessen Einmündung in die Bismarckanlage an der sogenannten Zollamtskurve könnten in der jetzigen Form den aus den 95 Wohneinheiten entstehenden Verkehr kaum aufnehmen, hieß es im Bauausschuss.

rr

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