Stilllegung um zwölf Jahre verschoben

24.1.2013, 07:18 Uhr
Im Vordergrund ist die neue Belüftungsanlage des ersten Absetzbeckens zu sehen, im Hintergrund die Schotterpackung quer durch das zweite Becken.

© Hubert Stanka Im Vordergrund ist die neue Belüftungsanlage des ersten Absetzbeckens zu sehen, im Hintergrund die Schotterpackung quer durch das zweite Becken.

Das Thema Abwasser ist eines der teuersten für den Treuchtlinger Haushalt. Die angespannte Finanzlage war im vergangenen Jahr ein Grund dafür, die ursprüngliche, langfristige Inves­titionsplanung zu „strecken“ und einige geplante Vorhaben zu verschieben.


Ursprünglich sollte die Dietfurter Kläranlage stillgelegt und der Ortsteil im Jahr 2017 an die zentrale Kläranlage in Treuchtlingen angeschlossen werden – so die mittelfris­tige Investitionsplanung, die noch im Jahr 2011 galt. Das ist nun aus finanziellen Gründen nicht möglich. Da die Abwasserwerte aber nicht die Besten waren, musste auf Forderung des Wasserwirtschaftsamtes trotzdem etwas unternommen werden, um die Reinigungsleistung der Anlage zu verbessern.


Dazu wurde im vergangenen Jahr im ersten Absetzbecken zunächst eine Belüftungsanlage installiert. Später wurde der gesamte Beckenbereich von Büschen befreit, gleichzeitig entschlammt und eine große Schotterpackung durch das zweite Becken gezogen, die vom Wasser überströmt wird. Dies soll zwei Effekte haben: Zum einen soll die Reinigungsleistung durch die Strömung weiter verbessert werden, zum anderen wird das Entschlammen erleichtert, weil sich die Schwebstoffe nun eher im vorderen Teil des zweiten Beckens absetzen.


Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die geforderten Abwasserwerte einzuhalten, wird nun laufend kontrolliert, kann aber wohl erst nach einem Jahr abschließend analysiert werden.


In der langfristigen Investitionsplanung für den Abwasserbereich ist der Anschluss des Ortsteiles Dietfurt an die zentrale Kläranlage derzeit für das Jahr 2029 vorgesehen.

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