Suffersheimer Kläranlage muss saniert werden

20.10.2017, 11:43 Uhr
Klärt das Abwasser aus Suffersheim, Rothenstein und demnächst aus Haardt und Heuberg: Die Suffersheimer Kläranlage, die 2019 ertüchtigt werden soll.

© Robert Renner Klärt das Abwasser aus Suffersheim, Rothenstein und demnächst aus Haardt und Heuberg: Die Suffersheimer Kläranlage, die 2019 ertüchtigt werden soll.

2014 ist Rothenstein an die Kläranlage Suffersheim angeschlossen worden. Zum Ende dieses Jahres folgen Haardt und Heuberg. Zudem wurde der Wasserrechtsbescheid für die Suffersheimer Kläranlage bis zum Jahres-ende 2019 verlängert.

Bereits vor über einem Jahr hat sich der Weißenburger Stadtrat dafür entschieden, die Kläranlage Suffersheim auf den neuesten Stand zu bringen. Damals war verglichen worden, ob es günstiger ist, die Anlage vor Ort zu ertüchtigen oder Suffersheim an die Kläranlage Treuchtlingen anzuschließen. Nun wurden bei der Vorentwurfsplanung zwei Varianten untersucht, die zur Ertüchtigung infrage kommen.

Bei Variante 1 würde der sogenannte Tropfkörper mit 60 Kubikmetern Volumen saniert und um einen zweiten mit rund 120 Kubikmetern ergänzt werden. Tropfkörper sind die biologische Stufe einer Kläranlage. In diesen Behältern ist grobporöses Füllmaterial aufgeschüttet, das mit entschlammtem Abwasser berieselt wird. Auf den Tropfkörpern lebende Mikroorganismen bauen biologisch die gelösten organischen Inhaltsstoffe ab.

Außerdem würde bei Variante 1 das Tropfkörperpumpwerk durch ein neues zentrales Zulaufpumpwerk für beide Tropfkörper ersetzt werden. Die verbleibende Bausubstanz, wie Betriebsgebäude sowie Vor- und Nachklärbecken, würde saniert werden.

Dies ist auch bei Variante 2 nötig. Sie unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch, dass anstelle des alten Tropfkörpers samt Pumpwerk ein neuer mit 180 Kubikmeter Volumen inklusive neuem Pumpwerk gebaut wird. Dafür hat Diplom-Ingenieur Robert Schmidtlein aus dem Tiefbauamt Kosten von 965000 Euro ermittelt. Variante 1 wäre voraussichtlich um 10000 Euro günstiger.

Schmidtlein erläuterte, dass die Variante 2 aber im Unterhalt günstiger kommt, weshalb er diese favorisiert. Es müssten schließlich nur ein Tropfkörper und zwei statt drei Pumpen unterhalten werden. Außerdem ist auch die Mess-, Steuer- und Regeltechnik geringer im Umfang und damit günstiger im Unterhalt.

Nach einer kurzen Diskussion über Details und die einmal angedachte Zuleitung an die Kläranlage Treuchtlingen votierte der Bauausschuss schließlich einstimmig für die Modernisierung in der Variante 2. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag, 26. Oktober.

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