Tierquäler und andere tierische Aufreger rund um Weißenburg

6.2.2015, 18:59 Uhr
Der Tiger «Altai» hat eine Tierpflegerin angefallen und tödlich verletzt.
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Zwei entlaufene Zirkus-Tiger

Verschollen: Ein Zirkus sorgte im Herbst 2014 in Gunzenhausen für große Aufregung bei der Stadtverwaltung. Nicht nur, weil der Betrieb eine beeindruckende Latte an Vorschriften missachtete, sondern auch, weil zwischendurch zwei Tiger verschwunden waren. Die hatten die Behörden aus dem Zirkus entfernen wolllen, weil beharrlich gegen Haltungsvorschriften verstoßen wurde. Als die Kontrolleure kamen, um die Tiere mitzunehmen, waren sie weg. Und die Zirkusleute zuckten offenbar mit den Achseln. Am Ende musste die Stadt Gunzenhausen dem Zirkus sogar noch Geld zahlen, dass er die Stadt verließ. Der Gunzenhausener Altmühlbote titelte: "Riesenzirkus hat endlich ein Ende". © Klaus Hüttis (dpa)

Umgezogen: 2008 mussten die Hirsche aus dem Graben der Festung Wülzburg hoch über Weißenburg weichen. Langwierige Renovierungsarbeiten standen an. Experten hatten die Befürchtung, dass die Tiere nach dem Umzug ins freie Feld völlig den Überblick verlieren könnten. Immerhin hatten sie ihr ganzes Leben noch nie weiter als 50 Meter am Stück schauen können. Denn breiter ist der langgezogene Graben um die gigantische Festung nicht. Die Einfangaktion mit Betäubung ging aber reibungslos über die Bühne und man hat bis heute nicht den Eindruck, dass die Tiere in ihrem neuen Gehege nahe Kehl ein Problem mit dem Weitblick hätten. Das Panorama von dem Festungshang ist allerdings auch ausnehmend schön.
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Kurzsichtige Hirsche

© oh

Gemüter bewegt: Nachdem ein Bericht im Weißenburger Tagblatt Rikkis grausamen Tod bekannt machte, gab es Anfang 2010 viel Anteilnahme für den Mischling und die Besitzerfamilie. Auch die Jäger distanzierten sich vom Einsatz der Trapperfallen.
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Mischlingshund Rikki

Zugeschnappt: Der Mischlingshund Rikki war der emotionale Aufreger des Jahres 2010 im Weißenburger Land. Der Hund war beim Familienspaziergang am Dreikönigstag in eine ausgelegte Trapperfalle geraten und sofort gestorben. Der verantwortliche Jäger wollte mit der Falle Füchse fangen. Das Landratsamt erlegte ihm ein Ordnungsgeld auf. Das milderte den Sturm der Entrüstung kaum, der sich in der Öffentlichkeit erhob. Die Jägerschaft hatte einen schweren Imageschaden zu verkraften. In der Folge gründete sich ein "Rikki hilft Fonds". © oh

Der prächtige Seidenschwanz ist eigentlich in Nordeuropa zu Hause.
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Boten des Pechs: Die Seidenschwänze

Zugeflogen: Im Jahr 2009 kreisten seltene Gäste über dem Himmel Weißenburgs. Ein Schwarm von rund 400 Seidenschwänzen hatte den weiten Weg aus Sibiren bis ins Frankenland gefunden. Das tun die Tiere sehr selten, aber in regelmäßigen Abständen. Und zwar immer dann, wenn in der Heimat die Beeren knapp werden und der Bruterfolg besonders groß war. Wegen ihres seltenen, wenn dann aber massenhaften Auftretens genießen die Tiere allerdings einen üblen Ruf. Im Mittelalter galt das Erscheinen des Seidenschwanzes als Ankündigung eines schlimmen Unglücks. In den Niederlanden heißt er deshalb noch bis heute "Pestvogel", in der Schweiz "Sterbevöggeli". © privat

2008 verendete eines der beiden Kamele, die auf dem Weißenburger Weihnachtsmnarkt Kinder durch die Budenstadt schaukelten. Es hatte in seinem Auslaufgelände an einer Eibe geknabberte und war an dem hochgiftigen Baum gestorben.
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Vergiftet: 2008 verendete eines der beiden Kamele, die auf dem Weißenburger Weihnachtsmnarkt Kinder durch die Budenstadt schaukelten. Es hatte in seinem Auslaufgelände an einer Eibe geknabberte und war an dem hochgiftigen Baum gestorben. In der Folge gab es eine Welle der Solidarität und zahlreiche Spendenaktionen zugunsten des Familienunternehmens, das einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden zu verkraften hatte. © oh

Mississippi-Alligator Fred liegt am Donnerstag (16.06.2011) in der  Reptilien-Auffangstation in München (Oberbayern) in seinem Gehege im Wasser.  Fred ist eins von knapp 800 Reptilien, die derzeit in der Auffangstation von  Tiermedizinern und ehrenamtlichen Helfern aufgepäppelt werden. Vor 15 Jahren  ist die Station in München gegründet worden; damals die erste in Deutschland.  Jährlich kostet der Unterhalt der Tiere 600 000 Euro. Foto: Frank Leonhardt  dpa/lby (Zu dpa-KORR:
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Ein exotischer Privatzoo

Aufgeflogen: Der aus Weißenburg stammende Spinnenforscher Dirk Weickmann machte 2008 Schlagzeilen, als Veterinäre in seinem Haus in Grafin einen exotischen Privatzoo sicherstellten. Prunkstücke der Sammlung: zwei Mississippi-Alligatoren, die in einer Wanne im Badezimmer hausten. Der umstrittene Wissenschaftler befand sich zuletzt in Auslieferungshaft in der Schweiz. Die Bundesrepublik will, dass Weickmann in Deutschland 294 Tage hinter Gitter wandert. Wegen Tierquälerei. © dpa

Ein Erdkrötenpärchen versucht die Straße zu überqueren.
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Eine ganze Menge Kröten

Hochgekocht: Im vergangen Jahr schwoll manchem Weißenburger der Kamm. Grund: ein paar seltene Kröten und Laubfrösche bekamen für satte 900.000 Euro 19 erstklassige Krötentunnel unter der Bundesstraße 13 hindurch. Der Wanderweg für Menschen übrigens kreuz die Bundesstraße oberflächig. Zumindest, wenn man sich nicht auf allen Vieren durch den Tunnel zwängen will. © dpa

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Ein toter weißer Hirsch

Umgenietet: Im Herbst 2014 erlebte der Tierpark an der Sommerrodelbahn bei Pleinfeld eine Tragödie. Am Morgen lag der weiße Hirsch, der ganze Stolz des Parks, tot auf der Erde. Wie man bald feststellte hatte ein Irrer das Tier im Schutze der Nacht erschossen. Bis heute konnte der Täter nicht ermittelt werden. © Uwe Mühling/WT-Archiv

Ein Bild aus glücklichen Tagen zu dritt: Das Schwanenpaar am Weiher bei der Mandlesmühle hatte sogar Nachwuchs. Jetzt wurde es abgeschossen.
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Die beiden Schwäne von der Mandlesmühle

Aufgegessen: Die beiden Schwäne an der Pleinfelder Mandlesmühle sind der jüngste Akt der journalistisch schwierigen Beziehung zwischen Mensch und Tier. Ein Jäger hatte den stolzen Tieren den Gar aus gemacht. Nicht allerdings ohne Grund. Er habe die Tiere gegessen, räumte er freimütig ein. Zumindest den einen Teil, der andere lagert wohl noch in Waidmanns Tiefkühltruhe. © Meusel