Tollkühne Männer und coole Kisten

2.9.2013, 08:18 Uhr

© Markus Steiner

Von kleinen, nur 200 Gramm leichten Modellen bis zum 25 Kilo schweren Düsenjet mit Landescheinwerfer und Rauchanlage reichten die Fluggeräte, die am Nennslinger Himmel, der im Lauf des Nachmittags immer mehr aufklarte, ihre Pirouetten und Loopings zogen.

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Die maßstabsgetreuen Modelle sehen aus wie echte Flugzeuge, riechen wie echte Flugzeuge, hören sich an wie echte Flugzeuge und fliegen auch so, bemerkte Martin Hübsch, der die Veranstaltung in gewohnt souveräner und humorvoller Weise moderierte. Was die Modellflugzeuge dann aber doch von ihren großen Brüdern unterscheidet: Die abenteuerlichen Flugmanöver, die die Hobbypiloten ihre liebevoll gestalteten Maschinen vollführen lassen, sind noch waghalsiger als das, was man sonst bei Flugschauen mit echten Piloten sieht.

Wie präzise man selbst schnelle Düsenjets fliegen kann, bewiesen einmal mehr Sebastian und Robert Fuchs. Vater und Sohn waren bereits Deutsche Meister im Formationsflug und werden inzwischen von Red Bull gesponsert, weshalb unübersehbar ein riesiges Logo des Lifestyle-Getränkeherstellers auf den Jets prangt. Dass Red Bull wirklich Flügel verleiht, will man in diesem Fall gerne glauben: Die Jets vom Modell „Pitts Bulldog“ werden von einer Turbine angetrieben, die die Fluggeräte auf bis zu 400 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Das Triebwerk, das mit echtem Kerosin läuft, lässt Temperaturen über 700 Grad entstehen. Allein der Motor der Maschinen kostet rund 4000 Euro.

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Es geht natürlich auch billiger, wie die jüngsten Vereinsmitgliedern mit ihren sogenannten „Schaumwaffeln“ bewiesen: Die Billigmodelle, die aus China kommen und ab 100 Euro kosten, sind der Einstieg in ein Hobby, das sowohl kleine als auch schon etwas betagtere Männer mit grauen Schläfen noch fasziniert.

Auch am 34. Flugtag wollte der Verein die gesamte Palette des Modellfliegens zeigen und ein wenig Werbung für das faszinierende Hobby machen. Landrat Gerhard Wägemann zufolge, der auch heuer wieder Schirmherr war, ist das gestern erneut gelungen. „Eine ganz tolle Arbeit“, lobte der Kreischef. Vereinsvorsitzender Günther Hölzwimmer und seine Mitglieder dürften sich darüber gefreut haben. Schließlich haben sie in die Vorbereitung des Flugtages wieder jede Menge Arbeit gesteckt.

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