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Treuchtlingen: Der VfL zeigt seine Offensiv-Power

Am Ende der Spielzeit 2018/2019 fällt die Bilanz bei den VfL-Baskets Treuchtlingen positiv aus - 27.04.2019 06:40 Uhr

Mit Volldampf durch die Saison: Die VfL-Baskets Treuchtlingen (rechts Florian Beierlein) mussten in der vergangenen Spielzeit zwar einige Rückschläge einstecken, sicherten sich nach einer Serie mit neun Siegen in der Rückrunde am Ende jedoch noch einen starken vierten Rang in der semi-professionellen 1. Regionalliga. © Uwe Mühling


Ob man nun von einer "tollen Saison" spricht wie Kapitän und Abteilungsleiter Stefan Schmoll oder ob man die "Topleistungen" über die gesamte Saison hinweg herausstellt, wie es Trainer Stephan Harlander tut. Am Ende der Spielzeit 2018/2019 fällt die Bilanz bei den VfL-Baskets Treuchtlingen einmal mehr sehr positiv aus.

Im neunten Jahr in der 1. Regionalliga Südost haben die Korbjäger aus dem Altmühltal trotz einiger Aufs und Abs erneut in der Spitzengruppe mitgespielt und am Ende mit 34 Punkten (17 Siege, neun Niederlagen) den vierten Platz erreicht. Das ist umso bemerkenswerter, als sich die Treuchtlinger nach wie vor mit ihrem Amateur- und Nachwuchskonzept sowie mit Spielern aus der Re- gion einem immer professioneller werdenden Wettbewerb stellen.

Zu Platz vier in der Liga kam noch der Sieg im Bayern-Pokal. Zum zweiten Mal nach 2017 holten sich die VfL-Baskets diese Trophäe. Im Endspiel bezwangen sie den Bayernligisten TTV Neustadt und setzten damit das berühmte I-Tüpfelchen auf die vergangenen Monate.

Meister der 1. Regionalliga wurde der TSV Oberhaching, der sein Aufstiegsrecht wahrnehmen und nächste Saison in der 2. Bundesliga ProB spielen wird. Weil von dort kein Absteiger herunterkommt, darf Bad Aibling als Vorletzter bleiben. Absteigen muss dagegen Schlusslicht TV Goldbach. Aus der 2. Regio kommen im Normalfall die Meister Regnitztal Baskets (Nord) und FC Bayern München III (Süd) als neue Gegner in die 1. Regio und damit auch in die Senefelder Halle nach Treuchtlingen.

Um die Spieltage dort zu organisieren braucht es viele Helfer. Ihnen allen – vom Auf- und Abbau-Kommando über die Kasse bis hin zum Verkauf – dankte Stefan Schmoll beim letzten Heimspiel gegen Jena II "aus tiefstem Herzen" und stellte zugleich fest: "Es wird alles immer aufwendiger." Deshalb ist man auch über jede weitere ehrenamtliche Hilfe in der Basketball-Abteilung froh.

Hier wird die Nachwuchsarbeit in den U-Teams und in der Bayernliga-Zweiten (ebenfalls Rang vier) groß geschrieben. Im Mittelpunkt des Interesses steht freilich die "Erste", die zu den Heimspielen nach wie vor mehrere Hundert Zuschauer anlockt, auch wenn der ganz große Boom zuletzt etwas abgeflaut ist.

Auf eines können sich die Fans dabei verlassen, nämlich auf die VfL-Offensivpower. Mit 2227 Punkten haben die Treuchtlinger den erfolgreichsten Angriff der 1. Regio (85,6 Punkte pro Spiel). Auch in puncto Assists und Feldwurfquote liegen sie vorn. Obendrein haben sie die zweitbeste Wurfquote bei den "Dreiern" (nur minimal hinter Herzogenaurach). Das alles beschert wiederum Rang eins in der Effektivität. Wo es hapert ist die Defensive. Mit 2121 Gegenpunkten (81,5 pro Partie) liegt man weit hinten. Nur Ansbach (11.) und Bad Aibling (13.) haben mehr Körbe kassiert. Bei Freiwürfen und Rebounds liegt der VfL im Mittelfeld.

Einschneidend war vergangene Saison der Weggang des langjährigen Leistungsträgers Tim Eisenberger nach Würzburg. Diesen Verlust konnten die Baskets als Team aber ebenso gut kompensieren wie den längeren Verletzungsausfall von Peter Zeis, bei dem aus beruflichen Gründen noch offen ist, ob er bleiben kann.

Es könnte eventuell ein Umbruch kommen, vor dem Trainer Harlander allerdings "nicht bange" ist. Er geht diese Herausforderung gerne an. Genauso wie Kapitän Schmoll schon jetzt für die kommende zehnte Jubiläumssaison verspricht: "Wir werden richtig Gas geben." 

UWE MÜHLING

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