Treuchtlingens Trinkwasser: Netz ist "nicht ganz dicht"

Patrick Shaw
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Redaktion Treuchtlinger Kurier

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30.3.2021, 17:45 Uhr
Wasserrohrbrüche kosten die Treuchtlinger Stadtwerke regelmäßig Nerven – und viel Geld.

Wasserrohrbrüche kosten die Treuchtlinger Stadtwerke regelmäßig Nerven – und viel Geld. © dpa

"2021 wird wohl ein Rekordjahr", lautete Ersfelds Hiobsbotschaft an die Ratsmitglieder. In den ersten zehn Wochen habe es im Treuchtlinger Trinkwassernetz bereits zwölf Rohrbrüche gegeben – vier davon in Möhren, drei in der Kernstadt, zwei in Gundelsheim sowie je einen in Auernheim, Schambach und Grönhart. Im Vergleich dazu summierten sich die Wasseraustritte im gesamten Vorjahr auf 31.


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Schwerpunkte waren der Birkenweg, die Uhlengasse und insbesondere Gundelsheim. 2019 waren es 20 Rohrbrüche (besonders häufig in der Ludwig-Thoma-Straße und erneut in Gundelsheim), 27 im Jahr 2018 (Bonhof, Sudetenlandstraße, Kurzgasse) sowie 28 im Jahr 2017 (Bürgermeister-Korn-Straße, Ludwig-Thoma-Straße, Schambach).

Ein Drittel des Wassers versickert

Aktuell besonders sanierungsbedürftig ist das Netz in Möhren, wie Ersfeld erklärte. Dort und in Haag mussten die Stadtwerke die Wasserversorgung kürzlich für rund 400.000 Euro neu ans städtische Netz angliedern. Die alten Rohre des aufgelösten Zweckverbands Hirschberggruppe verlieren aber weiterhin 30 bis 40 Prozent ihres Wassers, im restlichen Treuchtlinger Netz sind es nur etwa fünf Prozent. Unter anderem deshalb sowie wegen der in Kürze beginnenden Verlegung mehrerer neuer Hauptwasserleitungen in der Kernstadt sind zum Jahreswechsel auch die Trinkwasserpreise gestiegen.


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Die Rohrbrüche im Treuchtlinger Netz dokumentieren die Stadtwerke laut Ersfeld bereits seit 1996 akribisch – einschließlich Ort, ausgetretener Wassermenge und dadurch entstandener Kosten. Bei durchschnittlich knapp 30 Rohrbrüchen im Jahr sind das dem Abteilungsleiter zufolge jährlich gut 100.000 Euro. "Aus diesen Daten leiten wir dann auch die dringendsten Sanierungen ab", so Ersfeld.

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