TSV 1860 gegen Eyb - Favoritenduell zum Auftakt

26.7.2018, 16:28 Uhr
Gruppenbild mit Dame: Der TSV 1860 Weißenburg mit dem Großteil der ersten und zweiten Mannschaft, dem Trainerstab und Abteilungsleiterin Alexandra Wagner-Hamm (kniend links).

© Uwe Mühling Gruppenbild mit Dame: Der TSV 1860 Weißenburg mit dem Großteil der ersten und zweiten Mannschaft, dem Trainerstab und Abteilungsleiterin Alexandra Wagner-Hamm (kniend links).

Der TSV 1860 sogar ein paar Mal mehr. Die Einschätzung der Konkurrenten kommt für Markus Vierke nicht überraschend. Sie ist für ihn einerseits Bestätigung, „dass wir in der vergangenen Saison einen sehr guten und auch erfolgreichen Fußball gespielt haben. Wir freuen uns, denn die Favoritenrolle ist prinzipiell etwas Schönes“. Andererseits warnt er allerdings vor überzogenen Vorstellungen: „Erwartungshaltung ja, aber kein zu hoher Druck“, lautet seine Devise.

„Kader ist anders aufgestellt“

Und das mit gutem Grund, denn personell hat sich einiges verändert: Mario Swierkot ist als Spielertrainer nach Ellingen gegangen, Michael Böhm als Spieler zum Liga-Rivalen TSG Roth. Daniel Blob steht beruflich bedingt bis auf Weiteres nicht zur Verfügung und Andre Hofer will aus privaten Gründen kürzertreten (er ist zum zweiten Mal Vater geworden). Das bedeutet: Dem TSV 1860 fehlt eine ordentliche Portion Erfahrung, vier Stammspieler fallen weg und obendrein die zwei besten Torschützen – Hofer hatte zuletzt 21 Treffer erzielt, Swierkot elf.

Inwieweit das von den Neuzugängen  und den Nachrückern aus der U23 aufgefangen werden kann, wird sich zeigen. „Wir haben weiterhin Qualität, der Kader ist in der neuen Saison aber anders aufgestellt“, sagt Vierke. Insofern kommt es aus Sicht des 36-jährigen Trainers besonders auf einen guten Start an. Genauso wichtig wird es nach seinen Worten auch sein, nicht alles schlechtzumachen, falls es mal nicht so läuft. Man dürfe nicht vergessen, dass die „Neuen“ allesamt aus unteren Spielklassen kommen und die Mannschaft sich erst einmal neu finden und einspielen muss. Das hat in der intensiven Vorbereitung und den Testspielen bereits ganz gut geklappt. Was Markus Vierke besonders gefällt: „Die Jungs sind ehrgeizig.“

Auf den ersten Blick ist zwar Erfahrung verloren gegangen, dafür ist aber für „frisches Blut“ gesorgt,was für den Coach durchaus positiv ist. Durch die Abgänge ergeben sich Chancen und Perspektiven für die jungen, nachdrängenden Spieler. Allerdings müsse man ihnen nicht nur eine Chance, sondern auch die nötige Zeit geben.  Schade findet es Vierke in diesem Zusammenhang, dass die meisten U19-Kicker, die heuer aus der Jugend herausgekommen sind, den Verein verlassen und sich in alle Richtungen zerstreut haben. Der Jahrgang 1999 wurde letztlich über Jahre hinweg (fast) nur für die umliegenden Vereine ausgebildet. „Unser Konzept, die Jugendspieler zu fördern, ist diesmal nicht aufgegangen“, zeigt sich Markus Vierke enttäuscht.

Konstanz als A und O

Ungeachtet dieser Entwicklung und der Favoritenrolle ist es für den Coach erst einmal wichtig, „dass wir unsere Punkte holen“. In einer 18er-Liga mit verschärftem Abstieg will der TSV 1860 auf keinen Fall hinten reingeraten. Offiziell lautet das Ziel „Top 10“. Ob es tatsächlich in diese Richtung geht, könnten schon die ersten Wochen mit einem „relativ anspruchsvollen Auftaktprogramm“ zeigen.

„Letztlich ist eine Prognose schwer“, findet Markus Vierke. „Das A und O wird aber die Konstanz sein.“ Selbige fehlte in der vergangenen Runde phasenweise, sodass es nicht für ganz oben reichte. Dennoch waren die erspielten 62 Punkte eine sehr ordentliche Ausbeute für eine Mannschaft, die in den Vorjahren in erster Linie um den Klassenerhalt gekämpft hatte.

An den 62 Punkten wird man sich auch in der neuen Spielzeit orientieren. Für Vierke ist es die zweite Saison nach der Rückkehr zu seinem Heimatverein. An der Seite hat er einen alten Bekannten und neuen Co-Trainer: Michael Seitz, der früher viele Jahre als Torwart bei den Weißenburgern aktiv war. Beide haben noch eine Gemeinsamkeit: Sie kamen jeweils vom SV Ornbau, der beim zweiten Weißenburger Heimspiel am 11. August zu Gastsein wird. Wie gesagt: Es geht gleich in die Vollen!

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