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Montag, 14.10.2019

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TSV 1860 Weißenburg verspielte 2:0-Führung

Wichtige Punkte verloren - auch der SV Wettelsheim verlor - 23.04.2019 16:07 Uhr

Umkämpft, aber fair: In einem spannenden Derby und Verfolgerduell holte die TSG Roth in einer turbulenten Schlussphase einen 0:2-Rückstand auf und setzte sich gegen die Sechziger um Tim Lotter (links) und Markus Lehner (Mitte) mit 3:2 durch. © Salvatore Giurdanella


Chance verpasst: Der TSV 1860 Weißenburg hätte mit einem Sieg bei der TSG Roth auf Platz zwei der Fußball-Bezirksliga Süd klettern können, verspielte aber eine 2:0-Führung in einer turbulenten Schlussphase. Möglichkeiten hatten die Sechziger en masse. Das Auslassen dieser Chancen bestraften die Rother, die mit dem 3:2-Derbysieg auf Rang zwei stehen. Im Abstiegskampf verlor Wettelsheim gegen den ASV Zirndorf mit 0:3 und bleibt damit Vorletzter.

TSG Roth – TSV 1860 Weißenburg 3:2

Wer aufgrund der Vorkommnisse bei der Hallen-Endrunde im Januar eine hitzige Partie erwartete, täuschte sich. Es war ein umkämpftes und turbulentes, aber auch ein faires Match, bei dem Weißenburg von Beginn an tiefstehend auf Fehler der TSG wartete. In der 16. Minute schlug die Vierke-Elf eiskalt zu: Einen Freistoß von Benjamin Weichselbaum aus dem Halbfeld konnte die TSG-Abwehr nicht aus der Gefahrenzone bugsieren, Patrick Weglöhner reagierte am schnellsten und nagelte die Kugel in die Maschen. Weißenburg erhöhte in der 34. Minute: Christian Leibhard passte von der Grundlinie zurück, Weichselbaum bekam die Kugel ans Knie und von dort sprang der Ball ins Tor.

Nach der Pause ließen die Gäste vier hundertprozentige Chancen liegen, was ihnen später zum Verhängnis wurde. Zunächst klärte TSG-Keeper Philipp Kellner einen Schuss von Ochsenkiel (48.), anschließend zögerte Weichselbaum zu lange (51.). In der 57. und der 63. Minute wurde Ochsenkiel schön freigespielt, zunächst scheiterte er selbst, danach fand Tobias Reile in dem bärenstarken Kellner seinen Meister.

Aus dem Nichts fiel der Rother Anschlusstreffer: Philipp Spießl zog aus 28 Metern unhaltbar ab (65.). Danach machte Roth mehr fürs Spiel, einen sehenswerten Schuss von Fabio Zinnbauer fischte Johannes Uhl in der 76. Minute aus dem Winkel. Weißenburg hatte weiter Konterchancen, Ochsenkiel scheiterte abermals an Kellner.

Kurz vor Schluss, in der 87. Minute, zeigte Schiedsrichter Christoph Stühler nach Foul von Marco Jäger an Sven Müller auf den Elfmeterpunkt. Zuvor hätte man allerdings auch auf Foul an Jäger entscheiden können. Beim Strafstoß von Mauritz Trautner tauchte Uhl zwar in die richtige Ecke ab, konnte den Ball aber nicht parieren. Ausgleich. Doch damit nicht genug: In der 94. Minute wehrte Uhl erst einen 16-Meter-Schuss ab, der Ball sprang aber genau in die Richtung von Zinnbauer, der die Kugel aus zehn Metern reinhaute.

Insgesamt schlugen sich die Sechziger fast selbst, indem sie hochkarätige Chancen liegen ließen. Roth gab zwar nie auf, letztlich war es aber ein glücklicher Sieg der TSG.

TSV 1860 Weißenburg: Uhl, Schwenke, Weglöhner, Lotter, Jäger, Lehner, Leibhard, Weichselbaum (89. Wnendt), Eco (72. Renner), Ochsenkiel, Pfann (38. Reile).

Schiedsrichter: Christoph Stühler (DJK-SC Oesdorf); Zuschauer: 400; Tore: 0:1 Patrick Weglöhner (16.), 0:2 Benjamin Weichselbaum (34.), 1:2 Philipp Spießl (65.), 2:2 Mauritz Trautner (87.), 3:2 Fabio Zinnbauer (94.).

ASV Zirndorf – SV Wettelsheim 3:0

Trotz personeller Probleme kam die Elf von Tobias Grimm gut in die Partie. Nach Flanke von Michael Halbmeyer verfehlte Florian Bunz in der 3. Minute mit seinem Kopfball das Ziel. In der 17. Minute verpasste Wettelsheim die Führung. Michael Berthold setzte Manuel Werner in Szene, der alleine vor dem Tor zu lange zögerte. Letztlich konnte Torwart Wagner klären. Gegen Ende der ersten Hälfte gewann der ASV die Oberhand und erzielte das 1:0 (42.). Jonas Zehmeister stand goldrichtig und staubte zur Führung ab.

Nach dem Seitenwechsel suchte Zirndorf die Entscheidung, die Gäste blieben über Konter gefährlich, spielten diese aber zu ungenau. In der 69. Minute die Vorentscheidung: Nach einem SVW-Freistoß startete Christoph Vornehm von der Mittellinie, umspielte den herauseilenden Zwahr und schob ein. Acht Minuten später machte erneut Zehmeister den Deckel drauf (77.).

Insgesamt war Zirndorf vor allem im zweiten Durchgang das aktivere Team. Von den Wettelsheimern kam hier zu wenig, auch weil die Personaldecke nicht mehr zu ließ. Somit geht der Sieg für Zirndorf auch in dieser Höhe in Ordnung.

SV Wettelsheim: Zwahr, Stoll, Döbler, Tobias Krois, Werner (63. Simon Renner), Neubauer, Zischler, Michael Berthold, Rasch (77. Sinanovic), Bunz, Halbmeyer (84. Aslan).

Schiedsrichter: Stephan Czepluch (SV Hallstadt); Zuschauer: 170; Tore: 1:0 Jonas Zehmeister (42.), 2:0 Christoph Vornehm (69.), 3:0 Jonas Zehmeister (77.).

bm/ds bm/jsp

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