Vor allem soziale Arbeitsschwerpunkte

30.12.2020, 06:00 Uhr
Zog nach acht Monaten im Amt Bilanz: Landrat Manuel Westphal.

Zog nach acht Monaten im Amt Bilanz: Landrat Manuel Westphal. © Foto: Robert Maurer

Er nannte beispielhaft die komplette Neugestaltung des Familienportals. Die Internetseite schließt nun eine Lücke, die durch eine groß angelegte Studie vor drei Jahren offenbar wurde: Viele Eltern wissen nicht, welch vielfältige Angebote es in der Familienbildung in Altmühlfranken gibt. Nun findet sich auf der Seite www.familie.altmuehlfranken.de eine Übersicht aller Veranstaltungen.

Im Moment ist das bedingt durch die Corona-Pandemie noch ausgedünnt, aber die Liste kann sich trotzdem sehen lassen. Außerdem finden sich unzählige Informationen zu allen Themen, die einem von der Wiege bis zum Rentenalter über den Weg laufen könnten. Das sind Erziehungstipps ebenso wie Infos zum nächsten Kinderarzt und Erläuterungen zur Vorsorgevollmacht ebenso wie Videos, die junge Eltern die Signale eines Babys besser verstehen lassen.

Die Familienstützpunkte

Ein weiterer Baustein sind die Familienstützpunkte, die der Landkreis schaffen will. Drei bis vier sollen es werden, so Westphal. Weißenburg, Gunzenhausen und Treuchtlingen seien gesetzt, ob noch ein vierter Standort hinzukommt, ist noch offen. Pleinfeld ist offenbar im Gespräch. "Das wird ein wohnortnahes und niederschwelliges Angebot", freute sich der Landrat in der virtuellen Pressekonferenz.

Die neuen Familienstützpunkte sollen eine Art Lotsenfunktion übernehmen und speziell jungen Eltern auf vorhandene Angebote hinweisen. Somit stellen sie eine niederschwellige Ergänzung zum Familienportal dar.

In Sachen Pflegestützpunkt laufe aktuell noch die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten, so Westphal. Diese sollen auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und natürlich auch barrierefrei sein. Von Vorteil wäre ein Standort in Weißenburg, um die IT-Infrastruktur des Landratsamtes direkt mitnutzen zu können.

Der Pflegestützpunkt

Der Pflegestützpunkt geistert seit etlichen Jahren durch die Kreispolitik. In 2020 sind nun endlich alle erforderlichen Hürden genommen worden, damit in 2021 die Beratung aus einer Hand in Altmühlfranken anlaufen kann. Denn die Erfahrung zeigt: Wird in einer Familie jemand pflegebedürftig, ist der Informationsbedarf groß. Bislang muss man sich an eine ganze Reihe an Stellen wenden, um sich schlauzumachen. Der Pflegestützpunkt soll aufklären, welche Unterstützung es beim barrierefreien Umbau der eigenen Wohnung gibt. Er soll aber auch Kontakte zu Stellen vermitteln, wenn man nicht weiß, wie man auf erste Anzeichen einer Altersdemenz reagieren soll. Welches Pflegeheim im Landkreis hat aktuell freie Kapazitäten?

Den sozialen Einschlag hat Westphal in seiner achtmonatigen Amtszeit noch in einem anderen Bereich etabliert. Er hat im Landratsamt eine Arbeitsgruppe "Beruf und Familie" etabliert. Die soll Ideen erarbeiten, wie beide Aspekte unter einen Hut gebracht werden können. Als ersten Schritt gibt es mittlerweile eine Vereinbarung zum Thema Arbeiten im Homeoffice.

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