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Sonntag, 15.09.2019

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Vorbereitet fürs Berufsleben in Altmühlfranken

Die MAP-Businessakademie fördert Mittelschüler auf besondere Weise - 10.09.2019 11:22 Uhr

Die MAP-Businessakademie bereitete Mittelschülerinnen und Mittelschüler spielerisch und intensiv auf das Berufsleben vor. © Foto: Hermann Gutmann Stiftung


Die Ferienakademie wollte von Anfang an Mittelschülerinnen und Mittelschüler fördern und zu einem guten Abschluss begleiten. Seit 2017 starten jährlich 20 Teilnehmer der

7. Klassen aus allen Mittelschulen des Landkreises bei der zehntägigen Ferienakademie. "Die erste Gruppe, die 2017 gestartet ist, wollte nicht, dass nach zwei zehntägigen Ferienakademien und zwei dreitägigen
Zwischentreffen Schluss ist, und wünschte sich eine Zeit am Adventure Campus, bevor es in die Abschlussklasse geht. Daher haben wir das Konzept der Businessakademie entwickelt", erklärte Stiftungsvorsitzende Angela Novotny.

Statt schulischen Aspekten stehen dabei Bewerbungsfotos, Stellensuche, Vorstellungsgespräche und Bewerbungsmappen auf dem Programm. Hinzu kommen Firmenbesuche bei Audi, der Altmühltherme und den Weißenburger Werkstätten. Die sportlichen Inhalte und der Spaß kommen trotzdem nicht zu kurz. Bogenschießen, Klettern und eine Orientierungstour am Adventure Campus sowie Golfen an der Zollmühle standen auf dem Plan.

Viele Chancen

Dass nach der Mittelschule nicht Schluss sein muss, demonstrierten ehemalige Mittelschüler, die Karriere gemacht haben, in kleiner Gesprächsrunde. Beim MAP-Unternehmerfrühstück standen zudem namhafte Experten aus der Region Rede und Antwort. Landtagsabgeordneter, Jurist, Unternehmer und Landwirt Manuel Westphal referierte über Zukunftschancen im Landkreis, erzählte aber auch, worauf es bei der Bewerbung ankommt. Die Runde komplettierten Thomas Merten (Geschäftsführer Gutmann Aluminium Draht), Alexander Bilinski (HR Alfmeier), Ralf Lindner (Ausbilder Gutmann AG) und für das Handwerk Uwe Kraft (Zimmerei und Solaranlagen Rieger & Kraft).

In ungezwungener Atmosphäre gaben die Referenten Tipps rund um Bewerbung und Berufsstart und beantworteten die Fragen der Schüler. "Wir haben diese jungen Menschen jetzt drei Jahre lang intensiv begleitet und ihnen alles mit auf den Weg gegeben, um in eine gute Zukunft zu starten. Wir sind sehr gespannt, was nun aus ihnen wird, und werden das weiterhin verfolgen", sagt Professor Manuel Sand von der Hochschule für angewandtes Management, der das Projekt von Anfang an wissenschaftlich begleitete. "Die ersten Ergebnisse zeigen eine deutliche Steigerung von Selbstwirksamkeit und Selbstkonzept. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trauen sich mehr zu, vertrauen ihren Fähigkeiten und können schwierige Situationen leichter meistern."

Das Projekt soll jährlich fortgesetzt werden, auch wenn nach diesem Jahr die Leader-Finanzierung ausläuft. "Wir von der Hermann Gutmann Stiftung sind so begeistert von dem Projekt, dass wir es unter allen Umständen fortführen wollen. Natürlich freuen wir uns aber über Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung", sagt Angela Novotny.

"Wir sind sehr froh, dass wir bereits durch frühere MAP-Projekte einen sehr guten Draht zu den Lehrern haben und diese die Ferienakademie unterstützen und das Projekt speziell denjenigen Schülerinnen und Schülern empfehlen, die davon am meisten profitieren", feute sich MAP-Projektleiter Karl Scheuer von der Hermann Gutmann Stiftung.

In den MAP-Ferienakademien in Altmühlfranken erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass Lernen Spaß machen kann, bewähren sich in herausfordernden Situationen und stärken ihr Selbstbewusstsein. "Die Rückmeldungen von Schülern, Eltern und Lehrern übertrifft unsere Erwartungen", betonte Stiftungsvorsitzende Novotny. 

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