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Vorstoß für regionale Geschäftsöffnungen

Dr. Ingo Friedrich hat sich mit einem konkreten Plan an Ministerpräsident Söder gewandt - 24.02.2021 06:00 Uhr

Leere Innenstädte wie hier in Weißenburg sind in Zeiten des Lockdowns keine Seltenheit. Der CSU-Europapolitiker Dr. Ingo Friedrich hat nun einen Plan ausgearbeitet, wie eine gezielte Öffnung wieder möglich sein sollte.

23.02.2021 © Miriam Zöllich


Der inzwischen 79-Jährige hat sich zwar aus der ersten Reihe der aktiven Politik zurückgezogen, doch als Präsident des Europäischen Wirtschaftssenats und Vizepräsident des Europäischen Parlaments a. D., ist er noch immer äußerst rührig und hat die politischen Entwicklungen in Europa, in Deutschland und in Bayern im Blick. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen wäre es eine wichtige Perspektive, wenn sie wüssten, dass sie ab einer bestimmten Inzidenzzahl wieder öffnen dürften. Auch andere Indikatoren für die Pandemiesituation in einem Landkreis könnten als Kriterien dienen, findet Friedrich.


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Natürlich müssten strenge Hygieneauflagen gelten und auch Impf- und Testmöglichkeiten sollten seiner Ansicht nach eine Rolle spielen. "Das wäre das berühmte Licht am Ende des Tunnels", so Friedrich.

Kaufkraft in der Region halten

Damit es nicht zum Shopping-Tourismus kommt, schlägt der CSU-Wirtschaftspolitiker vor, dass Käufer ihren Personalausweis vorlegen müssten, um ihren Wohnsitz nachzuweisen. Das würde auch für eine regionale Kaufkraftbindung sorgen.

Sollten die festgelegten Grenzwerte wieder überschritten werden, müssten regionalen Behörden wieder einschränkende Maßnahmen verhängen können. Somit wäre zwar keine langfristige Planungssicherheit gegeben, doch dafür könnten die Menschen direkt nachvollziehen, warum welche Vorschriften gelten.

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Ein Überblick über die im März vom bayerischen Kabinett beschlossenen stufenweisen Lockerungen der Corona-Regeln. Aktuell sind die geplanten Öffnungsstufen für die Außengastronomie, die Kultur und den Sport allerdings bis mindestens 26. April ausgesetzt.


Das würde nach Friedrichs Meinung auch die persönliche Verantwortung und Selbstdisziplin stärken, weil jeder die Folgen seines Handelns im eigenen Umfeld recht schnell spüren würde. Friedrich appellierte an Ministerpräsident Söder, diese Idee in die weiteren Überlegungen einfließen zu lassen.


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