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Wachenhofener Kirche im neuen Glanz

Das Gotteshaus ist nach seiner Generalsanierung jetzt wieder eingeweiht worden - 18.12.2020 11:37 Uhr

Die Sanierungsarbeiten an der evangelischen Kirche in Wachenhofen sind abgeschlossen. Rechtzeitig vor Weihnachten wurde sie nun wieder eingeweiht.

18.12.2020 © Foto: Staatliches Bauamt Ansbach


Schiftersparren, Gratsparren und das Sterngebälk waren wegen eindringender Feuchtigkeit mit Pilzen befallen. Auch am Dach des Schiffs war die Eindeckung schadhaft. Für die Lokalisierung und Bewertung weiterer statischer Schäden am Dachstuhl des Langhauses und im Kirchturm wurde ein Statikbüro beauftragt. "Dessen Befund war Grundlage der Sanierung des Gesamtbauwerkes", heißt es in der Pressemitteilung des Staatlichen Bauamtes.

Die Kirche beherbergt Fledermäuse und seltene Vogelarten wie Turmfalken und Mauersegler. Vom Landesbund für Vogelschutz wurden deswegen über ein Jahr nächtliche Zählungen für eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt, die wichtige Aufschlüsse zum Schutz der Fauna während der Bauzeit gaben.

Am Gebäude wurden teilweise neue Einfluglöcher für Fledermäuse geschaffen und Nistmöglichkeiten für Gebäudebrüter angebracht. "Gleichzeitig wurden Schutzgitter montiert, die das Zufliegen von Tauben verhindern, deren Kot als gesundheitsschädlich und gebäudesubstanzgefährdend gilt", teilt das Bauamt mit.

Der Dachstuhl war nicht mehr tragfähig

Im ersten Bauabschnitt wurde der Turm im Herbst 2018 komplett eingerüstet und die Dacheindeckung abgenommen. Teile des Dachstuhls waren in der Tragfähigkeit beeinträchtigt, sodass ein Austausch notwendig wurde. Anschließend wurde der Außenanstrich des Turmes erneuert und das Dach neu gedeckt. "Ungünstige Winter-Witterungsverhältnisse hatten zuvor die Vermauerung der Grate verzögert", schreibt die Ansbacher Behörde.

Da von Mitte April bis Mitte August wegen des Schutzes der Fledermaus-Wochenstube keine Bautätigkeiten möglich waren, musste die Sanierung des Kirchenschiffdachs ebenfalls im Frühjahr 2019 erfolgen. Die Putzfassade wurde gestrichen und der westseitige Natursteingiebel gereinigt und saniert.

Das Kruzifix, das die Westfassade bekrönt, war nach eingehender Untersuchung nicht mehr zu restaurieren und wurde nach historischem Vorbild neu gefertigt und aufgesetzt.

380.000 Euro investiert

Im zweiten Bauabschnitt wurden die Elektroinstallation und die Lautsprecheranlage erneuert, die elektrisch betriebene Heizung ertüchtigt sowie Arbeiten am Geläut, der Turmuhr und der Orgel ausgeführt. "Die Renovierung wurde vom Kirchenmaler abschließend ,veredelt‘, welcher Gestühl und Innenausstattung instand setzte und die Farbneufassung der Innenwände sowie der Ausstattung durchführte", informiert das Bauamt.

Die gesamte Maßnahme wurde im Rahmen der staatlichen Baupflicht, in enger Abstimmung mit der Kirchengemeinde, der evangelischen Landeskirche als Eigentümerin sowie dem Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Behördenangaben auf 380.000 Euro, der staatliche Anteil davon beträgt rund 220 000 Euro.

wt

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