Sonntag, 11.04.2021

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Weißenburg: Bebauung des Neulinger-Areals wird konkreter

Großes Interesse an den Wohnungen - 01.08.2018 07:57 Uhr

Ein Loch an der Schwelle zur Altstadt, das sich aber bald füllen soll: Die Details der Bebauung des Neulinger Areals wurden nun im Stadtrat diskutiert. Im Idealfall beginnt die etwa zweijährige Bauzeit noch in diesem Jahr.

01.08.2018 © Limes Luftbild


Es ist die nächste Großbaustelle an der Schwelle zur Weißenburger Altstadt. Es dürfte allerdings diejenige sein, die am wenigsten Schmerzen verursacht. Die frühere Bebauung durch ein Autohaus war mehr zweckmäßig als schön. So konnte Ulrich Heiß vom Bauamt der Stadt denn auch ein po­sitives Fazit ziehen. „Ich denke, der Aufwand hat sich gelohnt.“ Tatsächlich war der Aufwand für den Besitzer und Bauherrn Stefan Kießling nicht unerheblich. Wegen der städtebaulich bedeutsamen Stelle am Tor zur Innenstadt hatte die Stadt einen Architekten-Wettbewerb ausgerufen.

Der Siegerentwurf ist nun weitgehend die Grundlage der im Stadtrat abgenickten Planung. Der Sorge, dass der nahe liegende Park zur Seeweihermauer durch das Bauprojekt in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, wollte Heiß nicht folgen. Er stellte fest, dass man durch die Neubebauung sogar ein Plus an Grün habe, weil die ursprüngliche Fläche stark versiegelt war. Zudem will die Stadt vorschreiben, dass der neue Komplex für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Es soll keine Mauern oder Zäune geben, die den Zugang versperren. So soll auch sichergestellt sein, dass es weiterhin eine Querung vom Stadtgraben zur Eichstätter Straße gibt. „Für die Stadt ist das eine gute Situation“, resümierte Heiß.

Stefan Kießling zeigte sich mit der Entscheidung zufrieden. Er hoffe, dass man noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen könne. Die Bauzeit veranschlagte er auf rund zwei Jahre. Das Interesse an den neuen Immobilien auf dem Gelände sei schon jetzt groß, stellte er gegenüber unserer Zeitung fest. „Wir haben noch keinerlei Werbung gemacht, aber ich habe schon jetzt einige feste Zusagen. Die Leute reißen mir das aus den Händen, das ist einfach eine Top-Lage“, stellte der Weißenburger Unternehmer fest. „Ich denke, das wird für die Stadt eine schöne Sache“, so Kießling. Das sei ihm als Weißenburger auch von Anfang wichtig gewesen. Er habe auch einen Landschafts-Architekten beauftragt, der für die Gestaltung der Au­ßenflächen sorgen soll. „Ich will, dass das wirklich top aussieht.“

Erledigt habe sich die ursprünglich vorgesehene gastronomische Nutzung auf dem Gelände durch die Bäckerei Schmidt. Der Stadtrat hatte nach intensiver Diskussion beschlossen, die ursprünglich vorgesehene Gastro-Fläche auf 300 Quadratmeter deutlich zu reduzieren. Man hatte die Sorge, dass ein zu großer gastronomischer Betrieb an dieser Stelle sich negativ auf die Altstadt auswirken könnte. Der ursprünglich von der Bäckerei Schmidt geplante „Genießertreffpunkt“, der etwa in Roth oder Schwabach als gastronomisches Konzept erfolgreich läuft, hat sich damit erledigt, wie Kießling feststellt. „Das war dafür dann vom Platz her einfach zu knapp.“ Die Gastronomie mit Außenterrasse zum Seeweiher werde nun eher in Richtung Restaurant gehen. „Das wird was Gutes und was, das es in Weißenburg noch nicht gibt“, so Kießling.

Über 100 Parkplätze werden auf dem Areal geschaffen, davon 77 in ei­ner Tiefgarage. Erschlossen wird das Areal quasi von hinten, über eine eigene Zufahrt, die von der Eichstätter Straße über das Seilergäßchen in die Tiefgarage und den Innenhof führt.

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In der Stadtverwaltung wird nun die Aufstellung des Bebauungsplans vorangetrieben. Der Plan muss dann noch mal im Stadtrat verabschiedet werden. Parallel werden demnächst bereits archäologische Grabungen auf dem Gelände durchgeführt.

Jan Stephan

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