Donnerstag, 01.10.2020

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Weißenburg bekommt einen Pony-Besuchsdienst

Demenzkranke profitieren von den Begegnungen - 27.02.2020 05:55 Uhr

Streicheleinheiten von Schülerinnen lässt sich Pony Kalle gerne gefallen. Die Pferde wirken beruhigend auf Senioren – ganz besonders bei Demenzerkrankungen.

© Foto: Dorothea Eidam


Die ersten Besuche sind im März im Weißenburger Altenheim St. Andreas geplant. "Unsere Schülerinnen und Schüler sollen erleben, welche Wirkung das Tier bei alten und demenzkranken Menschen haben kann", sagt Dorothea Eidam, Leiterin der Berufsfachschule für Pflege Weißenburg.

In den vergangenen Wochen haben Sandra Wägemann und Gloria Wieser die beiden Shetlandponys Kalle und Filou am Reit- und Therapiehof auf sämtliche Situationen vorbereitet. "Kalle und Filou zeigen sich sehr lernwillig und neugierig", erklärte Sandra Wägemann vom "Reit- und Therapiehof artgerecht". Ihr ruhiges Wesen zeichne die beiden als Tierbesuchs-Ponys aus.

Die Idee eines Pony-Besuchsdiensts in Altenpflege-Einrichtungen hatte Dorothea Eidam im vergangenen Sommer. "Die positiven seelischen, körperlichen und sozialen Effekte von Tieren auf den Menschen sind in zahlreichen Studien nachgewiesen worden – vor allem in der Betreuung von Menschen mit Demenz", sagt Eidam. Tiere steigerten das Allgemeinbefinden, sie helfen dabei, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und wirkten beruhigend.

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Wägemann und Wieser haben den Pony-Besuchsdienst bereits in mehreren Einrichtungen getestet, unter anderem in der Berufsfachschule für Pflege auf der Wülzburg. Ob im Pflegezimmer, am Patientenbett oder innerhalb eines Stuhlkreises, Kalle und Filou hätten sich stets von ihrer besten Seite gezeigt. "Ich finde es wichtig, die Schülerinnen und Schüler dazu zu ermutigen, auch ungewöhnliche Aktionen im Pflegeheim durchzuführen, um den Lebensalltag für alte Menschen bunter zu gestalten und die Lebensqualität zu steigern", so Schulleiterin Eidam.


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wt

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