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Samstag, 15.08.2020

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Weißenburger Kulturzentrum an der Kapazitätsgrenze

Noch mehr Gäste als in den vergangenen Jahren waren zum Weißenburger Neujahrsempfang geströmt. - 07.01.2020 06:02 Uhr

Der Neujahrsempfang ist stets ein Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben Weißenburgs. Knapp 1000 Gäste folgten diesmal der Einladung von Oberbürgermeister Jürgen Schröppel und erlebten unter anderem den Auftritt des Klaus Bleis Trios mit Steptanz.

© Foto: Robert Renner


Nicht nur er führte den regen Zuspruch auf die bevorstehend Kommunalwahl zurück. Der OB begrüßte daher "die versammelten Wahlkämpfer aus allen Lagern" und verband damit "den Appell, dass das Werben um die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger in fairer und menschlich anständiger Weise ausgetragen wird."

Auf jeden Fall war der Empfang einmal mehr einer der gesellschaftlichen Höhepunkte im Weißenburger Jahreslauf und auch der größte der Neujahrsempfänge im Landkreis. In Treuchtlingen und Gunzenhausen fanden diese am Dreikönigstag statt, der Ellinger wurde am Sonntag gehalten.

Den Weißenburger Empfang begleitete ein bemerkenswerter Auftritt des Klaus Bleis Trio, bei dem vor allem Klaus Bleis mit seinen Steptanz begeisterte und dafür viel Applaus erhielt (eigener Bericht folgt). Beim anschließenden Stehempfang tauschten die Besucher nicht nur Neujahrswünsche aus, sondern unterhielten sich bei Partygebäck und Getränken angeregt und lange. Die letzten Besucher verließen das Kulturzentrum kurz vor 23 Uhr.

Unter den Gästen waren – wie alle Jahre – drei Gruppen, die Schröppel besonders erwähnte. Zum einen grüßte er "alle Brautpaare, die im vergangenen Jahr in unserem wunderschönen Trauzimmer geheiratet haben". Das Stadtoberhaupt hofft, dass sie "alle noch auf Wolke sieben sind und ihren Hochzeitstag in bleibender Erinnerung haben".

Eingeladen waren auch alle Leiterinnen der städtischen Kindertagesstätten. Damit sollte Schröppel zufolge "ihre wertvolle Arbeit" gewürdigt werden. Die Kleinsten seien bei ihnen "in den besten Händen" und erhielten "die bestmögliche Förderung für ihren weiteren Lebensweg".

Feiner Jazz: Das Klaus Bleis Trio mit Klaus Bleis, Harald Dösel und Nico Knoll (von links). Nicht im Bild ist Bassist Georg Rosenbauer.

© Foto: Robert Renner


Die dritte Gruppe waren die Mitwirkenden am Theaterprojekt "Der Lebkuchenmann". Noch einmal lobte der OB explizit die Produktion zum Jubiläum "90 Jahre Bergwaldtheater". "In großartiger Weise und mit bewunderswerter Ausdauer" hätten alle Beteiligten "dafür gesorgt, dass Weißenburg im Sommer letzten Jahres regional und überregional in der Kulturszene in aller Munde war".

Sie hätten bewiesen, "dass im Zusammenspiel von Profis und Amateuren in einer Kleinstadt wie Weißenburg Bürgertheater auf hohem Niveau möglich ist". Und sie hätten "ein Paradebeispiel bürgerschaftlichen Engagements gezeigt", hob der OB vor Bürgern der Stadt und ihrer Ortsteile, Politikern sowie Vertretern von Behörden, Verbänden und Banken, der Industrie, des Handels, des Handwerks, der Kirchen und der Schulen hervor.

Letztmals als aktive Politiker waren Landrat Gerhard Wägemann (Mitte) und seine beiden Stellvertreter Robert Westphal (links) und Peter Krauß (rechts) dabei.

© Foto: Robert Renner


Unter ihnen waren mit Artur Auernhammer und Harald Weinberg zwei Bundes- sowie mit Manuel Westphal und Wolfgang Hauber zwei Landtagsabgeordnete. In der Gästeschar fanden sich auch Bezirkstagsvizepräsidentin Christa Naaß und Landrat Gerhard Wägemann, der "letztmals als aktiver Politiker" am Neujahrsempfang teilnahmen, wie der OB feststellte.

Er dankte dem Landrat "für das kollegiale Miteinander, das auch dann gegeben war, wenn Konflikte zwischen dem staatlichen Landratsamt und der Stadt Weißenburg auszutragen waren". Und er empfahl Wägemann für die nächsten Wochen "etwas das Gas wegzunehmen, damit die Bremsspur am 1. Mai nicht gar zu lang wird".

Aus den Reihen der Kommunalpolitiker nannte der OB seine beiden Stellvertreter Maria Schneller und Gerhard Naß sowie Dittenheims Bürgermeister Günter Ströbel, der auch Vorsitzender des Gemeindetags im Landkreis ist.

Die Riege der Behördenleiter führt der höchste Beamte Mittelfrankens an, Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer. Stellvertretend für die Amtschefs aus der näheren Umgebung begrüßte das Stadtoberhaupt Rolf Rabus, den Leiter der Weißenburger Polizeiinspektion. Und "aus alter Verbundenheit" durften in der Aufzählung des früheren Amtsrichters der Präsident des Landgerichts Ansbach, Gerhard Karl, und der Weißenburger Amtsgerichtsdirektor Christian Freudling nicht fehlen.

Erstmals unter den Gästen war der neue Vorstand des Klinikums Altmühlfranken, Christoph Schneidewin. Von den Wirtschaftsvertretern griff Schröppel Christoph Steil heraus, dem er für seine Entscheidung dankte, "sich mit seinem Betrieb im Gewerbegebiet West II anzusiedeln". Für die Gäste aus der Finanzwelt nannte der OB den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Mittelfranken-Süd, Jürgen Rohmer, sowie für die Kirchen Pastor Manuel Stemmler.

Bei Partygebäck und Getränken gab es, wie hier bei diesen jungen Damen, so manchen angeregten Plausch.

© Foto: Robert Renner


Damit hatte die namentliche Begrüßung ihr Ende. Allen anderen versicherte Schröppel, dass er sie gerne alle persönlich begrüßt, dies wohl ihr "Stehvermögen aber mit Sicherheit überstrapaziert" hätte. Er fügte an: "Seien Sie versichert, dass mir jeder von Ihnen willkommen ist."

In seiner weiteren Rede griff der Rathauschef eine Vielzahl an lokalen Themen auf. Er ging dabei auf die Einweihung der Mittelschule und die Sanierung der Zentralschule, "die angebliche Fehde zwischen Weißenburg und Treuchtlingen" ebenso ein , wie auf das neue Stadtlogo und den neuen Stadtmarketingverein, den Bau der neuen Vierfachsporthalle, die Gewerbeentwicklung und den Abschluss der Gewerbegebietserschließung West II sowie die Stadtentwicklung.

Zudem umriss der OB einige Herausforderungen, vor denen Weißenburg seiner Meinung nach in den nächsten Jahren steht. Er dankte allen Mitarbeitern für ihren Einsatz im vergangenen Jahr und allen Stadträten "für die kollegiale und sachliche Zusammenarbeit. Dass der "heraufziehende Wahlkampf für den einen oder anderen Ausreißer" sorge, gehöre wohl dazu. Schröppel: "Solange wir eigene Interessen und die von Parteien nicht über das Wohl der Stadt stellen, ist alles gut."

ROBERT RENNER

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