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Weißenburger Landrat sieht in Center Parcs "eine große Chance"

Manuel Westphal äußert sich zum Masterplan - 14.04.2021 08:03 Uhr

Landrat Manuel Westphal hebt den Nachhaltigkeitsgedanken hervor, mit dem Center Parcs den geplanten Ferienpark am Brombachsee konzipiert. Aus seiner Sicht birgt eine Realisierung des Vorhabens einige Chancen, die es zu prüfen gilt.

11.04.2021 © Foto: Center Parcs


In einer ausführlichen Stellungnahme betont der Landrat, dass man sich nun ein relativ konkretes Bild des Vorhabens mit den vorgesehenen rund 800 Ferienappartments machen könne. Die vorliegenden Unterlagen zeigen seiner Meinung nach klar, dass "Center Parcs Nachhaltigkeit und Ökologie sehr wichtig sind". Westphal: "Dort, wo Sicherungsbereiche ausgewiesen sind, darf keine Überbauung stattfinden. Naturschutz und Artenschutz haben Vorrang."

Die Wertigkeit des Waldbestandes auf den 165 Hektar ist sehr unterschiedlich, wie die Untersuchungen gezeigt haben. Dort, wo die Natur besonders schützenswert ist, "wird geschützt und nicht bebaut", stellte Westphal klar.


Center Parcs: Wie ökologisch wertvoll ist das Muna-Areal?


Erleichtert zeigte sich der Landrat, dass es keine flächendeckende Grundwasserbelastung gibt, lediglich lokal begrenzt ließen sich Belastungen durch die Nutzung als Munitionsdepot feststellen. Gleichwohl haben die Gutachter auch festgestellt, dass das Gelände voll mit noch nicht detonierte Munition ist. "Wenn nicht umfassend entmunitioniert wird, kann es auch künftig nicht betreten werden. Es ist also zu Recht eingezäunt."

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Center Parcs baut im Seenland: Fragen und Antworten

Der Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen und der Zweckverband Brombachsee luden zur Infofahrt. In Leutkirchen besichtigte man den jüngsten Center Parc und bekam einige Antworten auf brennende Fragen, was die umstrittene Ansiedlung eines neuen Center Parcs am Brombachsee betraf. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie gesammelt:


Hinzu kämen die Belastungen der vorhandenen Gebäude vor allem durch Asbest. Einmal mehr stellte Westphal klar, dass weder der Landkreis noch der Zweckverband Brombachsee das Geld hätte, um die Altlasten auf dem Areal ordentlich zu beseitigen. "Mit Center Parcs ist gerade auch die Chance verbunden, das Gelände von diesen Altlasten und Munitionsbelastungen sowie Gebäudeschadstoffen zu befreien."


Center Parcs zeigt sein Dorf am Brombachsee


Erfreut ist Manuel Westphal, dass sich Center Parcs selbst das Ziel der Klimaneutralität bei der Realisierung des Ferienparks setzt. "Das ist ein großer Baustein der Zukunft, der ehrgeizig und richtig ist, davon wird die Region insgesamt profitieren." Er betonte, dass der Masterplan erst den Anfang der Planungen markiere. Im Raumordnungsverfahren werde es auch für die Bevölkerung noch viele Möglichkeiten geben, um Einfluss zu nehmen.

Doch bevor es dazu kommt, steht nun erst einmal Ende Mai der Bürgerentscheid in Pfofeld an, der das Vorhaben ganz schnell ausbremsen könnte. Aus Westphals Sicht, ist die Befragung der Bürger absolut sinnvoll: "Die Menschen in Pfofeld sind diejenigen die am unmittelbarsten betroffen ein werden."

"Chancen und Risiken abwägen"

Wichtig ist für ihn, dass alle Informationen vorliegen, um das Projekt richtig bewerten zu können. "Es gilt, Chancen und Risiken gut und sachlich abzuwägen." Die Daten aus den vorliegenden Untersuchungen würden die Fakten liefern, um sachlich zu diskutieren. Wichtig sei es auch, dass am Ende alle das Ergebnis akzeptieren, betonte Westphal.

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Der "Center Parcs Park Allgäu" wurde im Oktober 2018 eröffnet und umfasst 1000 Ferienhäuser verschiedener Ausstattung und Größe. Auf über 180 Hektar erstreckt sich das Feriendorf, das 350 Millionen Euro kostete. Wie das Areal bei Langlau handelt es sich um eine ehemalige Munitionsanstalt. Auch deshalb kann man ihn als Vorbild für eine Center Parcs-Anlage auf dem Muna-Gelände am Brombachsee sehen.


Als zentralen Punkt in der Planung sieht Westphal die Verkehranbindung eines Center Parcs im Fränkischen Seenland. Damit will er ausdrücklich nicht nur die Straßensituation in Thannhausen verstanden wissen. Vielmehr gehe es auch um "eine möglichst CO2-freie Anreise der Urlauber".

Das bedeute, dass auch die Bahnanbindung und der ÖPNV einbezogen werden müsse. Westphal kann sich beispielsweise vorstellen, dass Urlaubsgäste mit Elektro- oder Wasserstoffbussen an den Bahnhöfen abgeholt werden. "Weniger in den Urlaub fliegen, mehr möglichst klimaneutral in Naherholungsgebiet Urlaub verbringen – das ist heute schon ein absehbarer Zukunftstrend, dem wir uns stellen bzw. den wir in jedem Fall mitdenken müssen."

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Franken - eine Region, die sich jedes Jahr zahlreicher Touristen erfreut. Ob historisches Fachwerk, Überbleibsel aus dem Mittelalter oder einfach nur zauberhafte Landschaft - es gibt viele Gründe, Franken einen Besuch abzustatten. Wir haben in unserer Bildergalerie 12 fränkische Städte zusammengefasst, die sowohl die Einheimischen als auch die Besucher von außerhalb gesehen haben sollten.


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