Fußball-Landesliga Nordost

Weißenburgs Trainer Vierke: "So darf es weitergehen"

4.10.2021, 14:47 Uhr
Nur schwer vom Ball zu trennen: Der Weißenburger Youngster Ferat Nitaj zeigte gegen Woffenbach einmal mehr eine starke Leistung. Der 19-Jährige erzielte obendrein das frühe 1:0 für den TSV 1860.
 

Nur schwer vom Ball zu trennen: Der Weißenburger Youngster Ferat Nitaj zeigte gegen Woffenbach einmal mehr eine starke Leistung. Der 19-Jährige erzielte obendrein das frühe 1:0 für den TSV 1860.   © Uwe Mühling, NN

Das Hinspiel hatten die Weißenburger nach einer 4:2-Führung noch mit 4:5 verloren. Diesmal war es von den Toren her zwar weniger spektakulär, das Resultat war aber weitaus mehr nach dem Geschmack der Weißenburger. „Ich glaube über das gesamte Spiel hinweg war das Ergebnis absolut verdient für uns“, stellte Trainer Vierke fest.

„Euphorie mitgenommen“

Seine junge Mannschaft habe die „Euphorie“ vom überraschenden 1:1-Unentschieden der Vorwoche in Schwabach mitgenommen und man habe gemerkt, „dass wir deutlich mehr Stabilität im Spiel haben als noch vor ein paar Wochen“. Dennoch sei nicht alles gut gewesen: „Wir hätten im Abschluss noch kaltschnäuziger sein müssen. Es hat gefehlt, Tore nachzulegen und auch defensiv war nicht alles perfekt“, so Vierke. Umso mehr zeigte sich der Coach „sehr, sehr glücklich, dass wir dieses Heimspiel gewonnen haben“.

Vom Anpfiff spielten die Gastgeber engagiert nach vorne, doch Ferat Nitaj vergab nach Hereingabe von Tom Vierke (2.). In der 8. Minute durfte Nitaj dann jubeln: Kurz nach der Mittellinie startete der 19-jährige Youngster ein feines Solo, dass er mit einem platzierten Schuss aus 18 Metern zum 1:0 abschloss.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte blieben die Weißenburger die tonangebende Mannschaft, versäumten es aber bei teils sehr guten Möglichkeiten für Ochsenkiel (nach Vorlagen von Philipp Schwarz und Vierke, 16. und 28. Minute), Robin Renner (37.) sowie Vierke (nach Diagonalball von Daniel Hofrichter, 42.) den zweiten Treffer nachzulegen. Woffenbach war offensiv keineswegs untätig. Die Gäste hatten Chancen durch Alex Saburin, dessen Aktion aus spitzem Winkel von Christian Leibhard zur Ecke abgefälscht wurde (9.), und Philipp Mangold, der am herauseilenden Torhüter Johannes Uhl scheiterte (31.). Uhl rettete wenig später auch nach einem zu kurzen Rückpass von Maik Wnendt (39.).

Mit dem 1:0 zur Pause war die Partie natürlich noch offen, und das versuchten sich die Woffenbacher um Trainer Daniel Wastl zunutze zu machen. Sie hatten nach dem Seitenwechsel ihre stärkste Phase. Dabei verhinderte Patrick Weglöhner den Ausgleich, als er sich beherzt in einen Schuss von Daniel Meyer warf (56). Während auf der Gegenseite Tom Vierke bei einem Entlastungsangriff am langen Eck vorbei zielte, hatte der BSC in der 65. Minute eine Doppelchance: Zunächst parierte Uhl stark gegen Saburin, im Nachschuss zielte Mangold drüber.

Schwung durch Weichselbaum

Mit der Einwechslung von Benjamin Weichselbaum kam wenig später wieder mehr Dampf ins Weißenburger Offensivspiel. Weichselbaum war es auch, der in der 72. Minute mit einem strammen Linksschuss das Ziel knapp verfehlte und der dann den „Assist“ zum vorentscheidenden 2:0 gab. Das war in der 77. Minute: Nitaj schickte Weichselbaum auf der linken Außenbahn; dessen Flanke erreichte am Fünfer Jonas Ochsenkiel, der artistisch vollendete. Es war das vierte Saisontor für den Kapitän. Kurz vor Schluss war es dann noch der eingewechselte Michael Böhm, der nach Flanke von Marco Jäger drüber zielte und das mögliche 3:0 verpasste.

Trainer Markus Vierke war aber auch so zufrieden: „Das Spiel und die Punkte tun uns gut, so darf es weitergehen“, sagte der Coach, der mit seiner Mannschaft am kommenden Sonntag beim Mitaufsteiger Türk/Cagri Nürnberg zu Gast ist und Revanche für die 0:1-Vorrundenniederlage nehmen will.

Die Spielstatistik

TSV 1860 Weißenburg: Uhl, Jäger, Philipp Schwarz (90. Schleußinger), Weglöhner, Leihard, Hofrichter, Wnendt (46. Walter), Nitaj (84. Schneider), Renner (79. Böhm), Tom Vierke (69. Weichselbaum), Ochsenkiel.

BSC Woffenbach: Blank, Saburin (76. Lugert), Kubis, König (90. Bäumel), David Meyer, Mangold, Manuel Wastl (76. Marius Meier), Ülker, Pröbster (69. Wurm), Reim (46. Betz), Rackl.

Schiedsrichter: Hufnagel (SV Lenzfried); Zuschauer: 300; Tore: 1:0 Ferat Nitaj (8. Minute), 2:0 Jonas Ochsenkiel (77.).

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