Fußball-Landesliga Nordost

Wildes Spiel: TSV 1860 Weißenburg verlor mit 4:5 in Woffenbach

2.8.2021, 07:52 Uhr
Voll zur Sache ging es im Landesliga-Spiel zwischen dem BSC Woffenbach und dem TSV 1860 Weißenburg (in Rot: Sebastian Walter).

Voll zur Sache ging es im Landesliga-Spiel zwischen dem BSC Woffenbach und dem TSV 1860 Weißenburg (in Rot: Sebastian Walter). © Günter Distler, NN

Die erste gute Szene beim Duell der Bezirksliga-Meister von 2019 (Woffenbach) und 2021 (Weißenburg) hatten die Gäste, doch BSC-Keeper Christopher Blank klärte per Fuß gegen Robin Renner (11.). Dann folgte ein Woffenbacher Doppelschlag, bei dem sich erneut zeigte, wie schnell Fehler in der Landesliga bestraft werden. Zunächst blieb Weißenburgs Daniel Hofrichter bei einem Zweikampf im Rasen hängen, Akin Ülker hatte freie Bahn zum 1:0 (13.). Nur zwei Minuten später brachte Philipp Schwarz auf TSV-Seite den Ball nach einer scharfen Flanke von Alex Saburin nicht unter Kontrolle und Manuel Wastl war mit dem 2:0 zur Stelle.

Noch dicker hätte es für den TSV 1860 kommen können, wenn Torhüter Johannes Uhl kurz darauf gegen Ülker nicht zur Ecke geblockt hätte. In der Schlussphase der ersten Hälfte entpuppten sich die Gäste als Stehaufmännchen und hatten auch das Glück des Tüchtigen: Nach Vorarbeit von Ferat Nitaj scheiterte Ochsenkiel am Torwart. Von ihm sprang der Ball jedoch in Flippermanier an die Brust von Woffenbachs Jan Lugert und landete zum 2:1 im Kasten – Eigentor. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte sorgte dann ein herrlicher Weißenburger Spielzug sogar noch für den 2:2-Ausgleich: Marco Jäger startete im Mittelfeld durch und bediente Robin Renner, der für Tom Vierke auflegte und Letzterer traf platziert ins lange Eck.

Zweites Spiel zweite Niederlage: Trotz seiner beiden Treffer musste Jonas Ochsenkiel (links, in Rot) musste dem Weißenburger Team eine 4:5-Niederlage in Woffenbach hinnehmen.

Zweites Spiel zweite Niederlage: Trotz seiner beiden Treffer musste Jonas Ochsenkiel (links, in Rot) musste dem Weißenburger Team eine 4:5-Niederlage in Woffenbach hinnehmen. © Günter Distler, NN

Nach dem Seitenwechsel knüpfte der TSV 1860 nahtlos an. Nach einem Foul an Nitaj ließ der Schiedsrichter weiterlaufen und Jonas Ochsenkiel traf mit einem Flachschuss zum 2:3 (49.). Kurz darauf reklamierten die Gäste nach einer Attacke bei Nitajs Solo Elfmeter, der jedoch nicht gegeben wurde. Dennoch fiel in der 55. Minute das 2:4, als erneut Kapitän Ochsenkiel nach Zuspiel von Vierke mit einem cleveren Lupfer erfolgreich war.

Unglückliche Niederlage

Die Weißenburger schienen auf der Siegerstraße, hatten dann aber ein paar unglückliche Entscheidungen gegen sich. So hätte es nach einer weiteren Ochsenkiel-Aktion eigentlich Ecke geben müssen. Stattdessen entwickelte sich ein gefährlicher Gegenstoß und der Referee gab wegen eines Fouls von Nitaj Elfmeter. Rene Zeltner trat an und verkürzte auf 3:4 (65.).

Anschließend hatten Ochsenkiel und Nitaj das fünfte Tor auf dem Fuß, doch Blank parierte zweimal ganz stark. Und dann waren die Gäste erneut im Pech, denn eigentlich hätten sie in der eigenen Defensive Abstoß bekommen müssen, doch der Schiri gab diesmal Ecke und Fabian Rackl köpfte zum 4:4 ein (73.). Damit nicht genug: Drei Minuten später holte Torwart Uhl Zeltner im Strafraum von den Beinen. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte zum 5:4 (76.). Danach ging es Hin und Her, der erhoffte Ausgleich wollte allerdings nicht mehr fallen und der TSV 1860 musste eine unglückliche Niederlage quittieren.

Die Spielstatistik

BSC Woffenbach: Blank, Lugert (66. Rackl), Saburin, Kubis, Schmid (56. Bayer), König, Zeltner (89. Pröbster), Manuel Wastl, Ulker, Meyer, Reim (66. Weißmüller).

TSV 1860 Weißenburg: Uhl, Jäger (59. Weglöhner), Philipp Schwarz, Leibhard, Hofrichter, Eco (82. Wnendt), Nitaj, Ochsenkiel, Tom Vierke (69. Weichselbaum), Renner (82. Böhm), Pfann (27. Walter).

Schiedsrichter: Cornely (DJK Mühlbach).

Zuschauer: 210.

Tore: 1:0 Akin Ülker (13.), 2:0 Manuel Wastl (15.), 2:1 Jan Lugert (Eigentor, 39.), 2:2 Tom Vierke (45. +1), 2:3, 2:4 Jonas Ochsenkiel (49. und 55.), 3:4 Rene Zeltner (65., Foulelfmeter), 4:4 Fabian Rackl (74.), 5:4 Zeltner (76. Foulelfmeter).

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