Wochenmarkt bald am "Walli"?

28.7.2021, 05:50 Uhr

In der Amtszeit von Werner Baum wurde diese mehrfach thematisiert, aber nie vollständig konkretisiert, geschweige denn vollzogen. Nun könnte es endlich so weit sein – Zumindest lässt das augenscheinliche Meinungsbild im Stadtrat darauf schließen.

Dieser stimmte nun mit 19 "Ja"- und lediglich zwei "Nein"-Stimmen für einen Antrag der Treuchtlinger Bürgerliste (TBL), wonach die Verwaltung die rechtlichen Voraussetzungen für eine Verlegung des Wochenmarkts Richtung Wallmüllerplatz prüfen soll.

Eine autofreie Zone

Angedacht ist, dass der Wochenmarkt künftig entlang der Bahnhofstraße und auf dem Wallmüllerplatz, sowie unter Umständen am Platz der Partnerstädte stattfinden soll. Der Bereich ab der Einmündung zur Fischergasse und bis zur Einmündung zur Ringstraße könnte dann für Autos gesperrt werden.

Wie TBL-Fraktionsvorsitzender und Zweiter Bürgermeister, Hans König, dem Gremium vorschlug, könne der Autoverkehr an Freitagen künftig über die Fischergasse und Ringstraße in einer Art "Ein-Spuren-System" das Marktgeschehen umfahren. Der Wallmüllerplatz und die unmittelbare Umgebung würden dann für den Zeitraum des Marktes zur autofreien Zone.

Die Betriebszeit auf dem Wochenmarkt solle laut Antrag der TBL künftig auf die Zeit zwischen 10 und 18 Uhr ausgedehnt werden (aktuell findet er von 14 Uhr bis 17.30 Uhr statt). In diesem Punkt wurde allerdings am meisten diskutiert: Allen voran bezeichnete UFW-Stadtrat Christian Früh diese Forderung als kontraproduktiv.

Länger offen – ein Vorteil?

Demnach seien viele Fieranten an den Vormittagen in Pappenheim und würden zur Mittagszeit nach Treuchtlingen umziehen. Man zwinge sie durch die Ausdehnung der Öffnungszeiten dazu, sich "zu entscheiden, wo sie verkaufen wollen".

Er könne zudem, ganz persönlich, bei seinen wöchentlichen Marktbesuchen am aktuellen Standort keinerlei Parkplatzproblematik erkennen – oder einen, wie es im Antrag der TBL heißt, "störenden Verkehr". Seiner Meinung nach sei der aktuelle Parkplatz in der Bahnhofsstraße ein Ort, an dem Marktbesucher sicher und ungestört einkaufen könnten.

Finale Entscheidungen dazu, ob die Öffnungszeiten künftig länger werden sollen oder wie genau die Verkehrsführung im Marktzeitraum erfolgen soll, stehen zum aktuellen Zeitpunkt allerdings ohnehin noch aus. Ebenso die finale Entscheidung über eine Verlegung des Wochenmarkts Richtung "Walli".

Nun wird die Verwaltung aktiv werden und den rechtlichen Rahmen, Aufwand und das Für und Wider abwägen. Diesem Schritt stand der Gesamtstadtrat überwiegend positiv gegenüber.

Schließlich stimmten außer den UFW-Stadträten Manfred Kreß und Christian Früh alle Stadträte für eine Prüfung durch die Verwaltung. Es dominierte der Gedanke, den Wochenmarkt aus seinem versteckten, räumlich begrenzten Standort hervorzuholen und so die Möglichkeit des Wachstums zu vergrößern.

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