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Donnerstag, 17.10.2019

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Zukunft der Volkshochschule Weißenburg bleibt unklar

Gunzenhausen hat kein Interesse an einer Verbundbildung - 11.05.2019 05:57 Uhr

4C-WT-vhs-Zukunft Geeignet: Das städtische Gebäude Am Hof 23, in dem derzeit unter anderem das CVJM daheim ist, wäre für die Volkshochschule geeignet. Nach Meinung des vhs-Vorstandes müsste es aber saniert werden. © Robert Renner


Wie geht es mit der Volkshochschule (vhs) Weißenburg und Umgebung weiter? Diese Frage interessiert speziell auch jene vhs-Mitglieder, die zur Jahreshauptversammlung der Erwachsenenbildungseinrichtung gekommen waren. Doch wesentlich Neues erfuhren sie in dieser Sache nicht.

Was nicht daran liegt, dass der Vorstand um Vorsitzenden Dr. Andreas Palme nichts sagen wollte, sondern derzeit nichts sagen darf. Die Verantwortlichen stecken seit gut acht Wochen "mitten im Beratungsprozess zur Verbundbildung", schilderte Palme und von allen Beteiligten sei "Vertraulichkeit vereinbart" worden. Das nächste Treffen findet am 23. Mai statt.

Fakt sei aber, dass sowohl die Verbundbildungs-, als auch die Raumprobleme der vhs unverändert bestünden. Der Vorstand habe die früheren Räume der Diakonie in der Pfarrgasse in Augenschein genommen. Das Gebäude sei aber nicht für die Zwecke der Volkshochschule geeignet. Anders sehe es beim CVJM-Haus Am Hof aus. Es verfüge über einen großen und zwei kleinere Räume im Erdgeschoss.

Kein Interesse an einer Verbundbildung

In Verbindung mit dem ersten Stockwerk, das derzeit von Vereinen als Lager genutzt werde, und dem zweiten Obergeschoss, das die vhs schon jetzt nutze, ließe sich "daraus durchaus etwas machen", meinte der vhs-Vorsitzende. Es seien aber eine grundlegende Sanierung und der Einbau eines Aufzuges nötig. Der Aussage von Oberbürgermeister Jürgen Schröppel, mit ein paar Eimern Farbe, wäre da viel getan, müsse die vhs aber widersprechen.

Palme ließ die Entwicklung seit der Mitgliederversammlung 2018 nochmals Revue passieren. Im Weißenburger Stadtrat bestünde weitgehend Konsens, was die vhs-Zukunft angehe. Hingegen bestehe aufseiten der vhs Gunzenhausen kein Interesse an einer Verbundbildung.

Das wurde Palmes Schilderung zufolge, sowohl bei einem Treffen von Volkshochschul- und städtischen Vertretern aus Weißenburg und Gunzenhausen, als auch bei einer vhs-Versammlung in Gunzenhausen im vergangenen November deutlich. Die dortigen Mitglieder hatten sich seinerzeit mit großer Mehrheit gegen eine Verbundbildung ausgesprochen.

Raumprobleme ungeklärt

Auf anderen Ebenen sehe es besser aus. So hätten sich auf Anregung von Landrat Gerhard Wägemann alle Bürgermeister im Landkreis mit dem Thema beschäftigt und einstimmig, also inklusive des Gunzenhausener Rathauschefs, für einen ergebnis-offenen Beratungsprozess votiert. Auf Nachfrage eines Mitglieds bekräftigte Palme, dass sich für die Raumprobleme der Weißenburger vhs keine Lösung finden lasse, so lang die Verbundfrage nicht gelöst sei. Palme: "Das ist frustrierend, denn damit ist "ein Grundproblem weiter nicht geklärt."

Ähnlich äußerte sich sein Vorstandskollege Dr. Bruno Oßmann. Dass sich derzeit sowohl allgemein, als auch bei der Raumsituation wenig bewege, spiele manchem in die Karten, uns aber nicht", denn auch der Zeitpunkt, an dem ein Qualitätsmanagement eingeführt werden müsse, rücke näher. Der 2. Vorsitzende: "Wir haben alles getan, was in unserer Macht steht, aber wir haben uns immer wieder blutige Nasen geholt."

Noch nicht entschieden wurde im Weißenburger Stadtrat übrigens über den SPD-Antrag auf eine professionelle Stelle für die Geschäftsführung der vhs.

ROBERT RENNER

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