30°

Dienstag, 11.08.2020

|

Zwei vorsätzlich gelegte Feuer bei Mischelbach?

An den Feiertagen brannten 7500 Quadratmeter Wald nahe des Pleinfelder Ortsteiles und ein Holzstoß. - 13.04.2020 18:04 Uhr

Großflächig wütete das Feuer im Wald nördlich von Mischelbach. Den Feuerwehren zufolge waren 7500 Quadratmeter betroffen. Die Kripo vermutet Brandstiftung – auch in einem weiteren Fall.


Der Waldbrand am Sonntagnachmittag wurde von einem Spaziergänger vom Brombachsee-Hauptdamm bemerkt – über dem Waldstück nahe der B2-Abzweigung Richtung Heideck stieg Rauch auf. Die Einsatzzentrale alarmierte zunächst die Feuerwehren Walting und Mannholz, die aber angesichts der Größe des Feuers von rund 7500 Quadratmetern und der Löschwassersituation den Brand nicht alleine bekämpfen konnten.

Mit Güllefässern fuhren Landwirte Löschwasser heran, damit der Brand in der Waldabteilung „Schwallmoos“ von den Feuerwehren bekämpft werden konnte.


Deshalb wurden die Wehren aus Weißenburg, Pleinfeld und Liebenstadt nachalarmiert. Die Löschfahrzeuge gelangten über Waldwege und Rückegassen an den Brandherd. Sechs Landwirte unterstützen mit ihren großen Güllefässern die Löscharbeiten. Teils wurden die Flammen direkt aus den Fässern bekämpft, teils wurde das Wasser über ein mobiles Becken zu den Wehrleuten an den Strahlrohren gepumpt. Bei den Löscharbeiten erlitten zwei Feuerwehrleute leichte Rauchgas-Vergiftungen und mussten vom BRK-Sanitätern medizinisch versorgt werden. Die Löscharbeiten in dem Waldstück dauerten rund vier Stunden, mussten aber am Montagmorgen nochmals fortgesetzt werden, da sich noch Glutnester im extrem trockenen Waldboden befanden.

Zudem wurde die Mischelbacher und die Pleinfelder Wehr am gestrigen Morgen zu einem weiteren Feuer gerufen. Nahe den Fischweihern brannte ein Holzstoß lichterloh. Den beiden Feuerwehren gelang es rasch, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Insgesamt vernichteten die Flammen etwa zwei Ster Brennholz.

Unaufgeklärte Brände auch in der Vergangenheit

In beiden Fällen geht die Kriminalpolizei von Brandstiftung aus – nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass vor einigen Jahren in dem Pleinfelder Ortsteil Mischelbach ein Feuerteufel sein Unwesen trieb. Nicht alle vorsätzlich gelegten Feuer konnten damals aufgeklärt werden. Die Brandermittler der Ansbacher Kripo waren vor Ort. "Es ist nach bisherigem Ermittlungsstand nicht auszuschließen, dass beide Feuer möglicherweise vorsätzlich gelegt wurden", formulierten die Beamten zurückhaltend. Die Ermittler bitten Zeugen, die am Sonntag im Wald nahe der Abzweigung nach Heideck oder gestern an den Fischweihern bei Mischelbach verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich mit dem Kriminaldauerdienst (Telefon 0911/21 12 33 33) in Verbindung zu setzen.

RAINER HEUBECK

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pleinfeld, Mischelbach