Zweiter Saisonsieg – Aufatmen beim TSV 1860

5.9.2016, 08:52 Uhr
Endlich wieder jubeln: Weißenburgs Maik Wnendt (Mitte) wurde nach seinem Siegtor unter anderem von Daniel Blob (links) und Yannik Strobel (rechts) gefeiert.

© Uwe Mühling Endlich wieder jubeln: Weißenburgs Maik Wnendt (Mitte) wurde nach seinem Siegtor unter anderem von Daniel Blob (links) und Yannik Strobel (rechts) gefeiert.

Die Truppe von Trainer Oliver Wellert bleibt zwar auf einem Abstiegsplatz der Fußball-Bezirksliga 2, ist mit nunmehr sieben Punkten aber wieder an den davor platzierten Mannschaften dran und hat bereits am Mittwoch im Südderby und Nachholspiel beim FV Dittenheim (4:2-Sieger gegen Ornbau) die Chance nachzulegen. Neuen Mut schöpfen die TSV-Sechziger nicht nur aus dem Sieg, sondern auch aus der Tatsache, dass Sebastian Struller praktisch auf den Tag genau ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss gegen Bad Windsheim ein erfolgreiches Comeback feierte. Der Kapitän und Abwehrchef erwies sich gleich auf Anhieb wieder als zentrale Figur im Weißenburger Spiel. 

Die Null muss stehen

Für Wellert war es wichtig, angesichts der körperlichen Defizite (neben Struller spielte auch Michael Böhm direkt aus der Verletzungspause he­raus; zudem fehlten einmal mehr zahlreiche Akteure aufgrund diverser Verletzungen) erst einmal zu null zu spielen und defensiv gut zu stehen. Gleichzeitig wollte man nach vorne Nadelstiche setzen, und fast wäre bei der besten Chance in der 15. Minute die Führung gelungen: Nach einem weiten Ball von Marco Schwenke setzte Christian Leibhard einen Lupfer über den Torwart hinweg neben den Kas­ten. Auf der Gegenseite vereitelte Johannes Uhl die beste Holzheimer Möglichkeit, als er einen Kopfball von Thomas Ingerling mit den Fingerspitzen über das Gehäuse lenkte (40. Spielminute).

Auch in der zweiten Halbzeit blieb es ein Match mit wenigen Höhepunkten. Der TSV 1860 versuchte es zwar immer wieder, doch der letzte Pass oder die entscheidende Flanke kamen einfach nicht an. Der eingewechselte Andre Hofer war zweimal gefährlich, scheiterte aber beide Male am Torwart. Ansonsten war es vor allem ein Abnützungskampf im Mittelfeld, geprägt von vielen Zweikämpfen und Ballverlusten auf beiden Seiten.

In der Schlussphase nahm die Partie noch einmal Fahrt auf: Zunächst zielten Ingerling und Spielertrainer Vahan Yelegen für die Oberpfälzer in aussichtsreicher Position vorbei, dann kam der entscheidende Moment für den TSV 1860: Marco Schwenke flankte in der 88. Minute weit in den Strafraum. Dort lauerte Maik Wnendt und köpfte den Ball als schöne Bogenlampe über den Torwart hinweg genau ins lange Eck zum viel umjubelten 1:0 – im Boxen würde man wohl vom berühmten „Lucky Punch“ sprechen.

Bei dem Ergebnis blieb es auch in der vier­minütigen Nachspielzeit, sodass die Gastgeber ihre Bilanz gegen Holzheim auf stolze 13 Zähler aus den bisherigen fünf Begegnungen seit dem Wie­deraufstieg schraubten. „Für uns waren heute einfach nur die drei Punkte wichtig – egal wie“, stellte Oliver Wellert am Ende fest und zollte seiner Mannschaft ein Lob da­für, wie sie mit der aktuell schwierigen Situation umgeht. „Aufgrund der kämpferischen Leistung war der Sieg zu 100 Prozent verdient“, befand der TSV-1860-Coach, weiß aber zugleich, dass er schon am Mittwoch in Dittenheim aufstellungsmäßig wieder „improvisieren“ muss, weil Torschütze Wnendt sowie Markus Lehner fehlen werden.

TSV 1860 Weißenburg: Uhl, Schwenke, Weglöhner, Struller, Blob, Lehner, Strobel, Riedel (64. Herrmann), Leibhard, Böhm (46. Ho­fer), Wnendt (90. Loy).

FC Holzheim: Donauer, Großhauser, Harmel, Franz, Kellner (53. Fenner), Krysa, Schlierf, Kajgana, Ingerling, Yelegen, Schön (65. Ziegler)

Schiedsrichter: Jonathan Lorenz (DJK/SC Oesdorf); Zuschauer: 120; Tor: 1:0 Maik Wnendt (88. Minute).

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