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Weiße Weihnacht? Experte gibt niederschmetternde Prognose ab

Wahrscheinlichkeit für Schneefall an Heiligabend ist äußerst gering - 14.12.2019 18:14 Uhr

Ein solches Bild wird sich in diesem Jahr aller Voraussicht nach in Franken nicht zeigen. © Maurizio Gambarini, dpa


Das Weihnachtsklischee besteht aus roten Kinderbäckchen und glänzenden Lichtern vor tief verschneiter Winterlandschaft und Eiszapfen an den Dächern. Zumindest mit letzterem wird es wohl auch dieses Jahr nichts. Mit ganzen fünf Prozent gibt Wetterexperte Stefan Ochs die Wahrscheinlichkeit für Schnee an Heiligabend an. "Kleiner könnten die Chancen auf eine weiße Weihnacht gar nicht sein", sagt der Mann, der das Portal Wetterochs.de betreibt.

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Zwar gebe es zehn Tage im Voraus immer noch eine gewisse Unsicherheit, die sei für diesen Zeitraum aber denkbar gering. Damit reiht sich Weihnachten 2019 in der Region wohl ein in den Trend, der sich schon seit Jahren abzeichnet: Die Statistik zeigt, dass die Chancen für Schnee an Weihnachten im Flachland meist bei zehn bis 20 Prozent liegen, wie der Meteorologe Matthias Habel zuletzt erklärte.

Schnee an Heiligabend ist selten

Der Grund dafür ist ein Phänomen, dass bei Meteorologen unter dem Stichwort Singularität läuft: Das Weihnachtstauwetter, also eine Witterung, in der relativ warme und feuchte Luft vorherrscht, tritt in Deutschland um die Feiertage herum mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auf. Westliche Luftströmungen transportieren milde Luftmassen in Richtung Bundesrepublik, die Temperaturen liegen zwischen fünf und zehn Grad, erklärt der DWD-Meteorologe Andreas Friedrich.

Auf solche Werte kommen für dieses Jahr auch die großen Wetterportale. Wetter.de sagt sechs bis zehn Grad vorher, Wetter.com prognostiziert sechs bis neun Grad für den 24. Dezember. Für Schnee, auch, falls dieser kurz zuvor doch noch gefallen sein sollte, ist das definitiv zu viel.

+++ Alle aktuellen Entwicklungen rund ums Wetter in unserem Ticker +++

jru

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