Alexandra Mandl wurde ausgewählt

Weißenburgerin ist Teil der Bufdi-Imagekampagne

16.7.2021, 06:25 Uhr
Seit zehn Jahren gibt es den Bundesfreiwilligendienst, für den die  Bundesregierung eine Imagekampagne gestartet hat. Teil dieser ist die  Weißenburgerin Alexandra Mandl, die als

Seit zehn Jahren gibt es den Bundesfreiwilligendienst, für den die Bundesregierung eine Imagekampagne gestartet hat. Teil dieser ist die Weißenburgerin Alexandra Mandl, die als "Bufdine" in der Awo-Tgaesstätte "Brücke" arbeitet. © Awo-Tagesstätte Brücke, NN

Und nun ist die „Brücke“ mit einem vierseitigen Bericht in der bundesweit erscheinenden Zeitschrift für den Bundesfreiwilligendienst namens „Echt“ vertreten. Als die Awo-Tagesstätte „Brücke“ einen Anruf vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung erhielt mit der Anfrage, ob sie sich nicht an der BFD-Kampagne der Bundesregierung beteiligen möchte, war die Antwort natürlich sofort: Ja!

"Und so wurde die aktuelle Bufdine und Weißenburgerin Alexandra Mandl vom besagten Presseamt der Bundesregierung interviewt und gemeinsam ein Kurzportrait über Alexandra erstellt samt Foto, welches unter www.bundesregierung.de veröffentlich wurde“, berichtet Tagesstättenleiter Norbert Fiedler. Weitere BFD-Kurzportraits finden sich dort noch aus Rostock und von der Nordsee.

Das Ziel: Soziale Arbeit studieren

Alexandra Mandl leistet seit Mitte Januar in der „Brücke“ ihren BFD und hat vor, ab September an der Weißenburger FOS im sozialen Zweig ihre Schulausbildung fortzusetzen, mit dem Ziel einmal auch Sozialpädagogin zu werden. „Ihre Zeit als „Brücken-Bufdi“ hat sie in ihrem Vorhaben, Soziale Arbeit zu studieren, weiter bestärkt“, sagt Fiedler.

Sie freue sich jeden Tag, in die „Brücke“ gehen zu können. Dort werde sie wertgeschätzt und gut angeleitet, so dass sie sich mittlerweile auch schon einige Aufgaben zutraue, die sie anfangs noch nicht machen wollte oder konnte. „Aber in der ,Brücke‘ haben sich alle um mich bemüht, mich nicht gedrängt, sondern mir Mut gemacht und mich solange gefördert, bis ich auch selbst sagen konnte, ok, jetzt kann ich das. Das ist schon toll“, erzählt Mandl.

So übernimmt sie inzwischen punktuell das lebenspraktische Training oder eine feste Fahrdienstroute. Sie interessiere sich sehr für psychische Krankheiten und die Lebensgeschichten dahinter. Schon vor ihrer Zeit als Bufdine sei sie oft an der „Brücke“ vorbeigegangen und habe auch schon frühere Zeitungsberichte über die Tagesstätte gelesen.

Nie bereut

Darum habe sie sich dort auch nach der 11. Klasse am Gymnasium für ein BFD beworben und ihren Entschluss bis heute nie bereut. „Besonders toll finde ich die sogenannten „Psychiatriehalbstunden“ mit Herrn Fiedler, wenn er alle Praktikanten zusammenruft und mit uns dann Themen bespricht, die uns aktuell auf dem Herzen liegen“, lobt Alexandra Mandl. Neulich ging es um „Neuroleptika“ und „Schizophrenie“ gegangen. Die Weißenburgerin ist überzeugt: „Davon profitiere ich.“

Ziel der AWO-Tagesstätte „Brücke“ mit ihren BFD-lern ist es, dass diese grundsätzlich dem Thema „Psychiatrie“ und ihren Betroffene offen und sachlich zugewandt sich annähern, erläutert Fiedler.

Die jungen Menschen erhielten in ihrem BFD „nicht nur Fachinformationen rund ums Thema Psychiatrie“, sondern erlebten „vor allem über die konkrete Begegnung mit Betroffenen, wie besonders wichtig Tagesstruktur und die Tagesstättengemeinschaft für die Klienten“ der „Brücke“ seien.

Verlegen, aber stolz

Das Alexandra Mandl nun auch noch als gelungenes Beispiel für ein BFD in Süddeutschland auf der Internetseite der Bundesregierung portraitiert wird, „macht sie fast ein bisschen verlegen, aber auch stolz“ erzählt Fiedler. Und auch die „Brücke“ sei „stolz und froh, so eine gute Bufdine zu haben“.

Aktuell ist noch ein BFD-Platz „Brücke“ ab 1. September zu besetzen, nämlich jener von Alexandra Mandl. Interessierte können sich bei der Awo-Tagesstätte „Brücke“, Norbert Fiedler, Schwärzgasse 3, 91781 Weißenburg oder unter tagesstaette.weissenburg@awo-mfrs.de für ein BFD bewerben.