800 Jahre Ansbach 

Zum Geburtstag singt auch Star-Tenor Kaufmann - und das kostenlos

14.9.2021, 18:00 Uhr
Auf dem Karlsplatz in Ansbach laufen die Aufbauarbeiten für die Veranstaltung

Auf dem Karlsplatz in Ansbach laufen die Aufbauarbeiten für die Veranstaltung "Oper für alle". © Diane Mayer

Die Straßensperren rund um den Karlsplatz machen es deutlich: Die Aufbauarbeiten für die Veranstaltung „Oper für alle“ haben begonnen. Am Freitagabend verwandelt die Bayerische Staatsoper den Platz im Herzen der Stadt in einen Konzertsaal.

Der Kontakt kam über Julia Lehner, Bürgermeisterin und Kulturreferentin der Stadt Nürnberg, zustande, erzählt Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU). Sie habe in einem Gespräch erwähnt, dass die Bayerische Staatsoper die „Oper für alle“ in allen Regierungsbezirken anbieten wolle - und nicht nur wie bisher in München.

Produktionsleiter Norman Patocka.

Produktionsleiter Norman Patocka. © Diane Mayer

Ansbach sei die „Jungfernfahrt“, so der Rathauschef. „Es ist schön, dass die Stadt zum 800-jährigen Jubiläum in ganz Bayern sichtbar ist“, sagt Deffner.

Im Frühjahr kamen Verantwortliche zu einem Vor-Ort-Termin nach Ansbach, um die möglichen Plätze zu besichtigen. Dabei fiel die Wahl auf den Karlsplatz, weil er mit 2000 Quadratmetern der größte in der Stadt ist.

Der Aufbau der Bühne läuft gerade. Sie ist 20 Meter breit und 16 Meter lang. Das Betriebsamt montierte vergangene Woche einige Straßenlaternen für die Bühne, die mittig in der Karolinenstraße steht, ab. Nun statten Mitarbeiter Bühne und Platz mit Licht und Ton aus.

2900 Besucher kommen

Seit Montag ist Produktionsleiter Norman Patocka in der Stadt, um mit einem Kern-Team, das ständig Gewehr bei Fuß steht, die Arbeiten im Blick zu haben. Es sei wichtig, beispielsweise bei Gewitter, schnell zu reagieren, so der Produktionsleiter. Seit den 1990er Jahren kümmert sich der Wiener um die „Oper für alle“.

Am Freitagvormittag steht dann noch das Bestuhlen an. Eigentlich war geplant, die kostenlosen Karten mit einer Verlosung unters Volk zu bringen. Doch wegen der gelockerten Corona-Beschränkungen war das nicht erforderlich. „Alle 2900 Besucher, die sich angemeldet haben, bekommen eine Karte“, sagt Anne Ziegler von der Stabsstelle des Oberbürgermeisters.

Am Dienstag, 14. September, und Mittwoch besteht im Amt für Kultur und Tourismus die Möglichkeit, die Karten abzuholen. „Auf gut Glück gibt es vielleicht noch Rest-Karten, wenn Leute ihr Ticket zurückgeben“, erzählt die Stadtsprecherin. Doch sie weist auch darauf hin, dass für das Konzert die 3-G-Regel gilt: Zuhörer müssen geimpft, getestet oder genesen sein.

Ein Sicherheitsdienst sorge für einen geregelten Ablauf, so Anne Ziegler. Die Polizei sei mit der Inspektion am Karlsplatz, im Gebäude direkt hinter der Bühne, vor Ort, so Ziegler weiter.

Der russische Opernstar Ekaterina Semenchuk und der international gefeierte Tenor Jonas Kaufmann singen bekannte Stücke von Guiseppe Verdi, Richard Wagner und Richard Strauss. Das Bayerische Staatsorchester unter der Leitung des neuen Generalmusikdirektors Vladimir Jurowski begleitet die beiden Solisten. Geplant sind außerdem Grußworte des neuen Intendanten Serge Dorny und von Oberbürgermeister Thomas Deffner. „Das Geschenk zu unserem 800-jährigen Stadtjubiläum ist wie Weihnachten und Ostern an einem Tag“, freut sich der Rathauschef.

Keine Kommentare