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Zwischen Bananen: Hochgefährliche Spinne in fränkischem Supermarkt?

Mitarbeiterin eines Discounters alarmierte die Feuerwehr - 12.11.2019 18:26 Uhr

Die Bananenspinne, auch Phoneutria genannt, ist bis zu fünf Zentimeter lang. © dpa


Sie gilt als besonders aggressiv, als hochgiftig - und versteckt sich gerne an dunklen Orten: Die sogenannte Bananenspinne gilt als eine der gefährlichsten ihrer Art. Eigentlich lebt sie in Südamerika, doch gelegentlich gelangen Exemplare in Obstkisten nach Europa und landen dabei oft in Supermärkten. Genau das, zumindest liegt der Verdacht nahe, geschah jetzt in Oberfranken. Laut einem Bericht der Frankenpost entdeckte eine Mitarbeiterin eines Netto-Marktes in Wunsiedel eine Spinne zwischen Bananen. Wie das Blatt berichtet, verschloss die Angestellte die Kiste sofort wieder und alarmierte die Feuerwehr. 

"Das war das einzig Richtige", zitiert die Frankenpost den zuständigen Kommandant der Feuerwehr, Florian Barthmann. Ohne die Spinne selbst zu suchen, tüteten die Retter die Kisten ein und begasten sie mit Kohlendioxid. Sollte sich der Achtbeiner in der Kiste befunden haben, ist er jetzt tot. Zusätzlich durchforstete die Feuerwehr den Laden. Zuvor mussten Kunden das Gebäude verlassen - zur eigenen Sicherheit, wie die Experten betonen. "Wir haben auch die Verbindungstür zwischen Lager und Verkaufsraum mit Klebeband abgesichert, sodass die Spinne nicht direkt in den Markt gelangt wäre, falls sie uns entwischt wäre", sagt Barthmann. 

Spinne taucht immer wieder in Franken auf

Und jetzt? Ob es sich bei der Spinne wirklich um das hochgiftige Exemplar aus Südamerika handelt, dessen Biss potentiell tödlich ist, bleibt unklar. Experten nehmen die konfiszierten Kisten, die im Gefrierraum des Discounters lagerten, jetzt genauer unter die Lupe. Vieles spricht jedoch für die Bananenspinne. Der Mitarbeiterin, erklärt Barthmann der Frankenpost, wurde ein Bild gezeigt. Sie sah viele Übereinstimmungen mit dem Exemplar, das der Frau über den Weg krabbelte. 

Die Giftspinne taucht immer wieder in Franken auf. In einem Bayreuther Supermarkt sorgte ein Tier erst 2017 für Aufregung. Die Feuerwehr fing die Spinne damals ein. 

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