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Die Tränen von Chios gegen Magenbeschwerden

Kleine Arzneimittelgeschichte im Weißenburger Apothekenmuseum - 12.04.2019 11:18 Uhr

Kleine Arzneimittelgeschichte im Weißenburger Apothekenmuseum


Diesmal hat das Weißenburger Apothekenmuseum allerdings eine andere Besonderheit im Glas gefunden. Die Tränen von Chios oder – wie es etwas weniger poetisch auch genannt wird – Mastix. Bei den kleinen gelblichen Steinen handelt es sich um ein Baumharz, das schon im alten Ägypten – unter anderem zur Mumifizierung – verwendet wurde und das auch in der Bibel mehrfach als Heilmittel genannt wird.

Es ist das Harz von speziellen Pistazienbäumen. Die griechische Insel Chios war berühmt für die Herstellung dieses extrem kostspieligen Stoffes. Weil das Harz aus den tief angeritzten Bäumen wie Tränen auf den Boden fiel, erhielt das Mastix seinen Beinamen.

Mastix wurde gegen Magen- und Darmbeschwerden gekaut oder pulverisiert und in Kapseln verarbeitet. Heute wird es auf der Insel Chios wieder angebaut und in Likören, Bonbons, Pudern, Kaugummi und in verschiedenen Speisen angeboten. Dass das Pistazienharz die ganze Insel zu Wohlstand brachte, wie das in der Antike der Fall war, davon kann man allerdings nicht mehr sprechen.                                        

Öffnungszeiten: Führungen: Mo, Di, Do, Fr um 11.00 Uhr und 14.30 Uhr, Mi u. Sa um 11.00 Uhr geöffnet, Gruppen nur nach vorheriger Anmeldung unter der Tel. 09141/2307.  

Jan Stephan Carpe diem

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